Start Neuerscheinungen

Historische Raritäten
EDITION RARA AVIS

hrsg. von Bernd Kemter

Bd.1, Johann Wolfgang Goethe
Reise der Söhne Megaprazons und Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten

Broschur, 12 x 17 cm, 482 S., 14,90 €
ISBN 978-3-943583-47-2

„Die Reise der Söhne Megaprazons“ und „Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten” - mit diesen Goethe'schen Fragmenten mitsamt einer ausführlichen Renzension des namhaften Kölner Altphilologen und Literaturhistorikers Heinrich Düntzer (1813 – 1901) aus dem Jahre
1873 eröffnet der Anthea Verlag eine Reihe selten aufgelegter literarischer Werke des 17. bis 20. Jahrhunderts, die unserem Blickfeld weitgehend entschwunden sind.
Diese Streifzüge durch weitgehend unbekannte Gefilde versprechen dem Leser einen hohen literarischen Genuss.

Ausgewählt wurden aus dem Goethe-Manuskript der „Unterhaltungen“ die Erzählungen „Bassompierres Geschichte von der schönen Krämerin“, „Der Prokurator“, „Ferdinands Schuld und Wandlung“ sowie „Das Märchen“.


Edition Lessinghaus

hrsg. von Martin A. Völker

Zur Edition
Wie kein anderer Name steht der Name Lessings in Berlin für eine Kunstaffinität, eine Bildungs- und Humanitätstradition, die über das 18. ins 21. Jahrhundert reicht. Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781) weilte während seines letzten Aufenthalts in Berlin 1765 bis 1767 im Haus Am Königsgraben 10. Es gehörte dem Kupferstecher und Verleger Johann David Schleuen (1711–1771) und befand sich bis zum Abriss am 3. Oktober 1910 in der Nähe des Bahnhofs Alexanderplatz. Anfang 1908 wurde dort das Lessing-Museum eingerichtet, welches wenige Tage nach dem Abriss des Gebäudes im Nicolaihaus in der Brüderstraße 13 wiedereröffnet wurde. Mit dem Lessing-Museum waren auch verbunden die Lessing-Gesellschaft und die berühmte Lessing-Hochschule, die bis zu ihrer Gleichschaltung und Zerschlagung während der NS-Zeit tausende Berliner Hörer verzeichnen konnte.
Der Anthea Verlag unterhält eine Dependance in dem heutigen Lessinghaus, einem mit einer Lessing-Gedenktafel versehenen Nachbau im Nikolaiviertel, Nikolaikirchplatz 7. Dieser Ort ist ebenso geschichtsträchtig: zwischen 1752 und 1755, während seines zweiten Aufenthalts, wohnte Lessing beengt im 2. Stock des alten Fachwerkbaus Nikolaikirchplatz 10, von wo aus er mit seinen Freunden Moses Mendelssohn (1729–1786) und Friedrich Nicolai (1733–1811) verkehrte.
Die Edition Lessinghaus pflegt die Traditionslinien und das Erbe Lessings in Berlin.

Zum Herausgeber der Edition
Martin A. Völker, geboren 1972 in Berlin. Dr. phil., Kulturwissenschaftler und Ästhetiker. Nach langjähriger Lehrstuhlassistenz am Seminar für Ästhetik der Berliner Humboldt-Universität arbeitet er heute als Publizist und Lektor, Dozent und Sciencecoach. Seit 2016 wirkt er als Gastprofessor für Germanistik an der Universität Stettin. Völker schreibt Essays zu vergessenen Autorinnen und Autoren der Literaturgeschichte des 18., 19. und 20. Jahrhunderts, deren Werke er neu herausgibt, daneben Lyrik und Kurzprosa. Er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland, im Internationalen PEN-Club sowie in der europäischen Autorenvereinigung „Die Kogge“ (Hansestadt Minden). Zuletzt erschienen als Editionen mit Völkers Essays: Katarina Botsky: In den Finsternissen (2012); Katarina Botsky: Krähendämmerung (2014); Peter Baum: Im alten Schloß (2015); Gerhard von Amyntor: Eine moderne Abendgesellschaft. Plauderei über Antisemitismus (2016).


Belletristik

Carola Jürchott
Höhenangst in Paris, böhmische Drachen und eine wenig bekannte Wiedergeburt
Reiseberichte aus Europa
Broschur, 12 x 19 cm, 486 Seiten, mit 38 Farb- und 52 S/W-Abbildungen, 18,90 €
ISBN 978-3-943583-97-7

Reisen bildet, heißt es, doch es birgt auch den Genuss, unterwegs zu sein, unzählige Entdeckungen, die man nie gemacht hätte, wäre man zu Hause geblieben, und die Möglichkeit, neue Bekanntschaften zu machen - mit Menschen, Orten und Gepflogenheiten.
Von all dem erzählt Carola Jürchott in diesem Buch. Mehr als anderthalb Jahrzehnte lang hat sie in ihren Reiseskizzen festgehalten, was ihr auf ihren Reisen wichtig erschien, was zu wertvoll war, um es einfach wieder zu vergessen. So vermittelt sie auch dem Leser ihre ganz persönlichen Einblicke in die unterschiedlichsten Länder Europas, lädt ein, Gegenden zu besuchen, die bisher noch zu den touristisch weniger erschlossenen gehören wie Weißrussland oder Teile Bulgariens, aber auch solche Orte aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, die jeder schon zu kennen glaubt: Paris, Moskau und das Riesengebirge.
Entstanden ist ein Kaleidoskop von Impressionen, die ebenso bunt und vielfältig sind wie Europa selbst.

Zur Autorin
Carola Jürchott (Jg. 1970; Berlin). Von 1989 bis 1995 studierte sie an der Humboldt-Universität und an der Moskauer Staatlichen Linguistischen Universität und erwarb das Diplom als Übersetzerin für Russisch und Bulgarisch. Erste Übersetzungen aus dem Russischen fertigte sie schon in den Jahren 1988-1990 für die Zeitschrift „Kunst und Literatur“ an, 1994 folgten Übersetzungen aus dem Bulgarischen. Nach einer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Translationswissenschaft des Instituts für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin ist sie seit 1998 als freie Übersetzerin und Dolmetscherin tätig.
Seit 1999 arbeitet sie auf verschiedenen Ebenen intensiv mit russischen und russlanddeutschen Journalisten und Buchautoren zusammen, sei es als Übersetzerin und Buchlektorin.
In verschiedenen Sammelbänden sind Märchen für Kinder und Erwachsene von ihr zu finden. Lesungen führten sie unter anderem zur Frankfurter und zur Leipziger Buchmesse, zu den Berliner Märchentagen und zur Moskauer Biblionacht.
Letzte Veröffentlichungen: Drachennacht in Barcelona, Berlin: Anthea-Verlag, 2015, Bärengrüße aus Berlin. Berlin: Verlag Retorika, 2016.


Werner Lüerß
Jan Kornhagen
Mich treibt der Sand meiner Lebensuhr
Roman
Broschur, 14,8 x 21 cm, 430 S., 17,90 €
ISBN 978-3-943583-88-5

Jan Kornhagen war dabei sich zu verlieren, dabei hatte er doch so vieles erreicht im Leben. Naja was möglich war, sein Studium hatte er geschafft.
Seine Vergangenheit war wie ein Sog, welcher ihn überall erreichen konnte. Er wollte diese Tür schließen, es hinter sich lassen, aber manches lässt einen nicht einfach so los. Der plötzliche Tod seiner Eltern auf der A1 zum Beispiel. Vor ein paar Wochen der Schlaganfall von seinem Großvater. Er wollte doch noch frei sein. Nun lag die Verantwortung auf seinen Schultern. Mit 27 die Firma übernehmen? Für so eine Verantwortung war er nun wirklich nicht gewachsen. Hinzu kam, dass seine Freundin aus seinem Leben verschwunden war. Bis vor kurzem noch stand er  im Eingang ihrer gemeinsamen Wohnung… Doch der Sog der Vergangenheit wurde schwächer. Er war nun allein, auf eine gewisse Art frei.  Aber das Gefühl der Machtlosigkeit gegenüber seiner Familie, zu versagen bedrückte ihn. Jan, der die Kunst und die Menschen liebt, hatte einen Plan. Er wird sich auf eine abenteuerliche Reise durch unser Land begeben - und Dich, lieber Leser, auf diese vergnügliche Reise mitnehmen.


Herwart Pittack
Ausgegrenzt
Ostdeutsche Kurzgeschichten
Erzählungen, Broschur, 14,8 x 21 cm, 254 S., 14,90 €
ISBN 978-3-943583-98-4

Wer ist für Brüche und Hindernisse in seinem Leben verantwortlich? Der einzelne Mensch oder die Gesellschaft? In der DDR gab es eigene Regeln, Anforderungen und Einschränkungen, die tief auf die Existenz des Einzelnen, einer Familie oder einer Gruppe einwirken konnten. Es kam vor, dass die Verärgerung über einen Diebstahl, oder das Klavierspiel an einem Trauertag ins Gefängnis der Stasi führten.
Es kam vor, dass ein hinuntergefallenes SED-Parteibuch eine zwischenmenschliche Beziehung beendete oder dass die Beleidigung des Vaters den Sohn zu einer Ohrfeige verleitete, die ihn zwang, das Elternhaus Richtung West-Berlin zu verlassen.
Und das die Umstände in diesem sozialistischen Regime bis zur friedlichen Revolution 1989 oftmals die Menschen zwangen, eine Position auszufüllen, die sie nie angestrebt hatten. Dazu gehört auch, dass ein jüdischer Emigrant, der in der Emigration durch Hilfe von Kommunisten wieder Boden unter den Füßen bekam, sich eine jüdische Beerdigung wünscht - und bekommt.


Martin A. Völker (Hrsg.)
Clara Nast
Deiner Nähe so fern
Litauische Grenzerfahrungen
Broschur, 12 x 19 cm, 198 S., m. Illustrationen, 14,90 €
ISBN 978-3-943583-54-0

Vom Gefühl her überwindet Liebe alle Widerstände. Aber in der Realität geht sie an von Menschen gezogenen Grenzen zugrunde. Liebe ist politisch, Liebe ist existenziell, sie verspricht das Glück, und sie straft mit Schmerz und Hass, wenn sie unerfüllt bleibt oder enttäuscht wird. Die Erzählungen der 1866 in Insterburg geborenen Schriftstellerin Clara Nast offenbaren das Wechselspiel von Anerkennung und Missachtung, Zusammenhalt und Zerfall, Heimatverbundenheit und Flucht, in das die Liebe jeden Menschen hineinzieht. Trotz aller Düsternis verstehen sich die Geschichten der Clara Nast als Liebeserklärung an die Litauer ihrer ostpreußischen Grenzheimat.

Presseinformation ...


Bernhard Fisch
Oberlehrer Otto Gutzeit, Russisch, Zeitzmünde
Broschur, 14,8 x 21 cm, 252 S., 14,90 €
ISBN 978-3-943583-70-0

Von einem Lehrer geschrieben?
Lass die Finger davon! Das mag Ihre erste Reaktion sein, wenn Sie dieses Buch in die Hand nehmen. Und dazu noch von einem Russischlehrer!
Da fallen Ihnen gleich, wenn Sie in der DDR gelebt haben, die Qualen mit den Deklinationen ein - und die hundsgemeinen Vokabelkontrollen!
Aber bitte, seien Sie nicht ungerecht. Ein Lehrer ist auch nur ein Mensch, wenn Ihnen das in Ihrer Schulzeit manchmal auch nicht so erschienen sein mag.
Dem zudem sein Unterricht, wie er ihm beigebracht wurde, auch nicht gefallen hat. Der deswegen gesucht und, wie ihm scheint, gefunden hat.
In späten Jahren konnten seine Schüler am Ende ihrer Ausbildung tatsächlich frei Russisch sprechen. Und eben wegen dieses Menschseins hatte er Verbindungen zur Roten Armee, ohne dass der Geheimdienst Einblick nahm, sah er sich mit Hilfe dieser Sprache im Osten und Südosten von Europa um, in Ländern, die er teilweise nur durch Karl May kannte. Überdies diente er mit seinen Sprachkenntnissen "der Partei", bis diese seiner überdrüssig wurde. Und er durchlebte auf seine Weise die Überdrüssigkeit des Volkes mit ihr.
Davon erzählt der Autor (Jg. 1926) in diesem Buch. Lebendig, sehr klar und sachlich, mit Ironie und Humor, immer abwechslungsreich bis hin zu seiner prophetischen Voraussage über das bevorstehende Ende des sogenannten Sozialismus in der DDR. Wer sich dafür interessiert, wie ein durchschnittlicher Mensch damals in Ostdeutschland bis 1989 gelebt hat, ohne sein Selbstbewusstsein zu verlieren, der aber auch in diesem Staat zeitweise eine Perspektive gesehen hat, der sollte schon zu diesem Buch greifen.


Micheil Dshawachischwili
Winzlings Hochzeit
Liebesgeschichten aus Georgien
Auswahl und Übersetzung aus dem Georgischen von Steffi Chotiwari-Jünger und Artschil Chotiwari
Broschur 12 x 19 cm, 238 S., 16,90 €
ISBN 978-3-943583-96-0

Die vorliegenden fünf Erzählungen sind fünf Variationen zum Thema Liebe, Lust und Leidenschaft eines der besten georgischen Prosaschriftsteller des 20. Jahrhunderts.
Ob Student, Schuhmacher, Hausbesitzer, Angestellter oder Arztsohn – alle männlichen Hauptgestalten sehnen sich nach Lust und Liebe und machen dabei die unterschiedlichsten Erfahrungen. Sie lieben bedingungslos oder betrügen schamlos oder werden um ihre Liebe betrogen, sie vergewaltigen und bereuen, sie werden ausgenutzt oder verlieren ihr gesamtes Hab und Gut, sie haben Sehnsüchte, die andere nicht verstehen …
Der georgische Autor, ein Meister der Erzählung, begann frühzeitig interessante Charaktere zu „sammeln“ und verwob sie á la Guy de Maupassant mit einer echten Lebenswelt. Daher sind sie so vielfältig, einzigartig, ausdrucksstark, authentisch und überraschend, auch wenn sie mitunter zugespitzt, märchenhaft und erhöht anmuten. Dabei nehmen sie uns in eine reizvolle und spannende, ganz differenzierte Lebenswelt mit ihren Weisheiten und Auffassungen mit und vermitteln ein neues, interessantes Bild von Georgien weitab von Tourismus und exotischer Verklärung.
Zwischen den einzelnen Erzählungen liegt eine Zeitspanne von 30 Jahren: die ersten drei handeln im russisch-zaristischen Georgien (1905-1906), die letzten zwei in den Anfangsjahren des sowjetischen Georgien (1925-1935), dennoch spielt die Gesellschaft nur eine unbedeutende Nebenrolle. Unabhängig von den gesellschaftlichen Umständen spürt der Autor Lebensmustern oder besser Liebesmustern nach und steht stets auf der Seite des ehrlich und wahrhaft Liebenden.
Der Autor Micheil Dshawachischwili (1880-1937) ist einer der wenigen georgischen Autoren, die echte Liebesbeziehungen und  -geschichten gestaltet haben. Dabei scheut er sich nicht, neben wahren Sehnsüchten und erotischen Träumen auch Grenzfälle, Abnormitäten und Egoismus in der Liebe darzustellen. In seinen Romanen „Bloß abhauen! Einfach aussteigen! oder Der weiße Kragen“ 1926, dt. 2014) und „Dshaqos Flüchtlinge“ 1924 (deutsche Übersetzung ist in Vorbereitung) wird das Thema Liebe ebenfalls aufgegriffen, hier aber in epischer Breite mit wahren historischen Erleben verflochten.


Johann Enderle
Durch den Steppensand des Lebens
Roman, Broschur, 14,8 x 21 cm, 328 Seiten, mit Illustrationen von Irina Fedorova (Potsdam), 16,90 €
ISBN 978-3-943583-59-5

LESUNG AUF DER LEIPZIGER BUCHMESSSE!
Samstag, 25.03.2017 um 17.30 Uhr
Moderation: Carola Jürchott
ORT: Halle 4, Stand F 100

Das ist die Geschichte des Donauschwaben Matthias Laufenburg. 1951 aus sowjetischer Gefangenschaft in seinen Heimatort Lenauheim, im rumänischen Banat, zurückkehrt, verliebt er sich in die Betreuerin des Lenaumuseums - und beide beschließen zu heiraten. Durch einen politischen Willkürakt des kommunistischen Regimes werden sie aber schon bald voneinander getrennt. Im Verlauf der von der rumänischen Regierung angeordneten Deportation von vermeintlichen Staatsfeinden aus dem Grenzgebiet zu Jugoslawien, ist er einer von über 40.000 Menschen, die in den Baragan, eine öde Steppe am Donaudelta in Rumänien, verschleppt werden.
In dieser menschenfeindlichen Landschaft muss  er sich zwangsläufig eine neue Existenz aufzubauen. Er arbeitet u.a. als Matrose auf einem kleinen Fährschiff und später auf einem Transportkahn auf der Donau, sein Schicksal ist staatlicherseits fremdbestimmt ...

Es ist eine Geschichte über Liebe, Verrat, harte Arbeit, Hoffnungslosigkeit  - und glückliche Fügung, die den Leser in eine Zeit zurückführen, die wir seit 1989 in den ehemaligen osteuropäischen Ländern dankbar überwunden haben.
Die Romanhandlung und die erzählten Abläufe sind authentisch und haben den Charakter eines Tatsachenromans.

Rezension DWZ September 2016 ...


Roswitha Schieb
REISEFREIHEIT
Berichte und Erfahrungen aus Osteuropa
Broschur, 12 x 19 cm, 271 Seiten, 12,90 €
ISBN 978-3-943583-63-2

Zum Buchinhalt
Nach der Wende, nach 1989, nach dem Fall des Eisernen Vorhangs hätte es vom Westen aus einen neugierigen, ja abenteuerlustigen Blick in Richtung Osten geben können, vergessene Orte und Regionen Mittelosteuropas hätten wieder ins Bewußtsein gerückt, weiße Flecken und blinde Stellen auf der Landkarte mit neuem Leben gefüllt werden sollen. Aber immer noch wirkte und wirkt die über Jahrzehnte verordnete Amnesie des Westens dem Osten gegenüber, wirken die Gedankentabus zu stark.
Dieses Buch widmet sich der Faszination osteuropäischer Länder, von der polnischen Ostsee bis ins Memelland, nach Litauen, von Polen bis in die Ukraine, von Moskau bis Bukarest. Das Buch versammelt zum kleineren Teil erzählungshafte, zum größeren Teil essayistische Texte, die innerhalb der letzten zwanzig Jahre enstanden sind. Sie lassen sich im Zusammenhang, aber auch einzeln lesen. Es sind Versuche der Annäherung an eine einstmals verschlossene Welt, die hinter den sieben Tälern der jüngeren Geschichte und den sieben Bergen des Eisernen Vorhangs lag, eine Welt, die nach 1989 offen daliegt und entdeckt, erfahren und erschlossen werden kann, worauf dieses Buch neugierig machen möchte.

Die Autorin ist promovierte Literaturwissenschaftlerin, Autorin von Büchern zur europäischen Gschichte - vor allem der osteuropäischen Gesellschaften - und lebt bei Berlin.


Andreas Grothusen
WILHELMINE
Eine Liebe in Preußen
Broschur, 12 x 17 cm, 315 Seiten, 14,90 €
ISBN 978-3-943583-38-0

Eine erschütternde Liebesgeschichte am Preußischen Hof des 18. Jahrhunderts wird erzählt. Einfühlsam und kenntnisreich schildert Andreas Grothusen das Schicksal von Wilhelmine Enke, der späteren Gräfin Lichtenau, einer bis heute verkannten, faszinierenden Frau, die dreiunddreißig Jahre zu ihrem geliebten königlichen Freund Friedrich Wilhelm II. hält. Sie hatte nicht nur die gemeinsamen Kinder zu erziehen, sondern sogar die Sprösslinge aus seinen zwei Ehen „zur linken Hand“ aufgenommen.
Ein berührendes Frauenschicksal in Preußen.



Artur Böpple (Hg.) 
Das (hoch-)gelobte Land
Literaturblätter der Deutschen aus Russland
Almanach 2015/16
Broschur, 14 x 21 cm, 324 Seiten, Abbildungen, 14,90 €
ISBN 978-3-943583-49-6

Im Jahr 2015 feierte der Literaturkreis der Deutschen aus Russland sein 20-jähriges Jubiläum.
Das primäre Ziel des Literaturkreises war es stets, die Literatur der Deutschen aus Russland in den deutschen Literaturbetrieb zu integrieren.
Der vorliegende Band greift viele relevante Literaturgattungen auf, denn dieser engagierte Verein möchte auch fortan den Dialog zwischen Autoren verschiedener Herkunft und unterschiedlichen Alters fördern. Themen wie Fremdsein, Sich-Fremdfühlen bzw. Heimatverlust sind in der Zeit der „totalen“ Globalisierung aktueller denn je, jeder neue Blickwinkel ist ein Gewinn.
Es ist also eine bunte Mischung aus Texten, die teilweise von prominenten Autoren stammen. Neben bereits bekannten Namen wie Eleonora Hummel, Andreas Peters, Elena Seifert, Agnes Gossen und Artur Rosenstern findet der aufmerksame Leser in diesem Band einige hochinteressante Neuentdeckungen. Es ist jedoch nach wie vor außerordentlich wichtig, die Zeitzeugen zu Wort kommen zu lassen, denn bis in die späten 1980er Jahren hinein existierte in der Sowjetunion weder eine russisch- noch eine deutschsprachige Publikationsplattform, die zensurfrei über alle Gräuel des Zweiten Weltkrieges, den Verlust der autonomen deutschen Wolga-Republik - und die Deportation der Sowjetdeutschen nach Kasachstan und Sibirien hätte aufschlussreich informieren dürfen. Über viele folgenschwere Schicksale wurde leider noch nicht berichtet, zahlreiche Aufzeichnungen von Zeitzeugen liegen noch in den Schubladen und drohen verloren zu gehen.

Interview mit VADW 8/9 2016 ...


Anna Jakowlewa
Auslandsdschungel
Erzählungen
Broschur, 12 x 19 cm, 89 Seiten, 7,90 €
ISBN 978-3-943583-50-2

Was bewegt einen Menschen in eine fremde Stadt, in ein fremdes Land zu gehen?
Einfache nur die Neugierde auf Fremdes? Der Wunsch sein bisherigen, alltäglichen Lebenshorizont zu erweitern?
Neue Begegnungen?
Das Letzte scheint das Interessanteste zu sein. Neue Menschen treffen - denn Begegnungen können neue Welten eröffnen.
Ein Buch mit herzerfrischenden Kurzerzählungen einer jungen russischen Studentin, die ihren Platz in ihrer neuen deutschen Heimat sucht - und findet.
"Er lud ihn zur nächsten Silvesterfeier ein, womit Helmut sofort einverstanden war. Er wollte schon immer an diesem höchsten russischen Fest teilnehmen, bei welchem es immer die obligatorischen Pelmenis gab, mehrere bis zum bersten gefüllte Bottiche mit den verschiedensten Salaten und natürlich Wodka oder noch besser, selbstgebrannter Schnaps. Nach der reichlichen Aufnahme des Nationalgetränkes war es vollkommen nebensächlich, wer welche Sprache sprach. Alle verstanden sich auch ohne Worte wunderbar - eben die pure Völkerverständigung!"

Rezension UAB, 18.02.2016 ...


BERLIN
Miasto pamięci
(in polnischer Sprache)
Herausgegeben von Maria Czaputowicz, Urszula Cyrynger und Joanna Marszałek 
Broschur, 12 x 21 cm, 286 Seiten, m. 42 Abbildungen, 17,90 €
ISBN 978-3-943583-65-6

Młodzi polscy historycy, socjolodzy oraz kulturoznawcy stworzyli wyjątkowy przewodnik. Prowadzi on Czytelnika przez stolicę Niemiec, przybliżając nie tylko historię, ale przede wszystkim symboliczne znaczenia wybranych miejsc pamięci.
“Berlin. Miasto pamięci” zawiera 20 artykułów poświęconych zarówno tym najbardziej rozpoznawalnym, jak i mniej znanym obiektom  na których piętno odcisnęły dwa dwudziestowieczne systemy totalitarne.Książka pomaga zrozumieć fenomen złożonej tkanki miejskiej Berlina, wpisując ją w szerszy kontekst niemieckiej polityki historycznej i pamięci społecznej.

Weitere Informationen ...

Rezension zum Buch ...


Edition Berliner Leben

cover
Natalja Arinstein
"Nächster Halt Alexanderplatz"
Stadtführungen in Berlin
Kurzgeschichten

Broschur, 12 x 17 cm, 210 Seiten, 9 Abbildungen, 12,90 €
ISBN 978-3-943583-17-5

Die Autorin unternimmt als "Neuberlinerin" und Reiseleiterin verschiedene Ausflüge mit ihren Freunden
und Bekannten aus Ost und West durch die Bundeshauptstadt der Gegenwart.
Sie zeigt die Sehenswürdigkeiten der Stadt, erzählt aber auch gern über ihre Bewohner in amüsanten kleinen Alltagsgeschichten.
Dieses Buch erscheint in der neuen Edition BERLINER LEBEN des ANTHEA VERLAGES.
Ein Buch für jeden an Berlin interessierten Leser.


Lyrik

Tino Flörke
Die Hoffnung löst den Bann
Gedichte
Broschur 12 x 21 cm, 116 S., 9,90 €
ISBN 978-3-943583-94-6
Der Bann der Zeit, des Alltags, der Ruhe- und Ratlosigkeit, der Bann zwischenmenschlicher Beziehungen, und kaum Hoffnung, etwas daran ändern zu können.
Der hier vorliegende Gedichtband ist kein Wegweiser, sich diesem oder jenem Bann zu entziehen. Er schafft kleine Pausen, in denen man schmunzeln, entdecken, nachdenken und sich spüren kann. Hier ein kleines Augenzwinkern, dort ein kleiner Herzschlag. Was viele Gedichte eint, ist ihre Leichtigkeit, auf deren Flügeln sich die Hoffnung emporschwingen darf.
Denn die Hoffnung löst den Bann.

Ines Behnke
Spürsinn - Von einer Feder
Gedichte, Hardcover, 12 x 19 cm, 156 S., 12,90 €
ISBN 978-3-943583-95-3

„Spürsinn – Von einer Feder“, dieser Band enthält weit gereiste Gedichte und ermuntert zu einer Reise, deren Reiseplan über die Zeit von zehn Jahren entstanden ist. Es ist eine Reise durch Zeit und Raum, Augenblicke des Lebens in Sonne und in Schatten über die Jahreszeiten, den Wandel und bleibende Momente. Mit Spürsinn durch das Leben gehend. Poetisch, ein Sprung in der Zeit, ein Meer von Gedanken, so kurz – doch so weit, als Spiegel von Belangen.


Lydia Grzimek
Das Leben ist eine Welle
Danach ewige Stille
Deutsch-bulgarische Lyrik
Gebunden, 14 x 21 cm, mit Illustrationen von Irina Fedorova (Potsdam), Seiten, 14,90 € 
ISBN 978-3-943583-73-1
Die Autorin hat in ihrer sehr feinfühligen Lyrik die Dreieinigkeit "Leben-Lieben-Einsamkeit" in bulgarischer Sprache beschrieben.
Die zum ersten Mal in deutscher Sprache vorliegende Übersetzung gibt einen kleinen Einblick in die heitere, aber auch schwermütige "Slawische Seele".
Die Übersetzung aus dem Bulgarischen erfolgte von Carola Jürchott.
Mit Illustrationen von Irina Federova (Potsdam).

Kinderbücher

Carola Jürchott
Drachennacht in Barcelona
Broschur, 14 x 21 cm, 158 Seiten
mit 30 Abbildungen und einem Lied, 12,90 €
ISBN 978-3-943583-52-6

Allein eingeschlossen in einem großen Park, und noch dazu mitten in der Nacht - da kann man es schon mit der Angst zu tun bekommen! Auch Benny ist in diesem Punkt keine Ausnahme, bis ihm ein höchst ungewöhnlicher Gefährte anbietet, ihn durch die Nacht zu begleiten.
Ein bunter Drache, der schon mehr als ein Jahrhundert in Barcelona lebt, fliegt Benny von Ort zu Ort. Er zeigt ihm das Jugendstilviertel Eixample und den Hafen, auf dem Berg Montjuïc begegnen sie einer kleinen Figur, die ihnen von dem großen Maler Picasso erzählt, und auch das Stadion des berühmten Fußballvereins ist eine Stippvisite wert.
Nach und nach wird die Geschichte der Stadt lebendig. Benny erfährt, was es mit den Gänsen in der Kathedrale auf sich hat, und warum sein neuer Freund den Feiertag der Bücher und Rosen nicht besonders mag.
Begleite beide auf ihrem Flug durch die Hauptstadt Kataloniens und lass Dir von einer Gans, einem Ritter, einer Plastik und Dragú, dem Drachen, erzählen, was es In¬teressantes über Barcelona und seine Geschichte zu wissen gibt!
Es ist nicht nur eine Fantasy-Geschichte: Mit diesem Reiseführer bist Du für einen Stadtbummel in der Metropole am Mittelmeer bestens gerüstet!

Rezension zur Autorin (Ein Morgen in Prag mit Kater Karel) aus Skoda Magazin, Nr.3, 2015, S. 12 ...


Russischsprachige Literatur

Geschichte

 


Belletristik

Ирина Федорова
Моя русско-немецкая Familie
Broschur, 14 x 21 cm, 248 S., 9 farbige Abbildungen, 14,90 €
ISBN 978-3-943583-58-8

Семь историй о том, какие чудеса приключаются за семьдевять земель, в тридевятом царстве...
Действие происходит в одной живописной деревушке, под названием «Петцоу», расположенной практически в самом сердце Германии.
Действующие лица: родственники, друзья и знакомые, которые и помогли написать эту книгу, сами того не подозревая.
„...Начинались наши будни и праздники на неведомой раннее, новой Родине, на которую мы прилетели с неделю назад, и где все для нас было необычным, чарующим, интересным и немного пугающим. Меня терзали правда кой-какие сомнения. Ну, как же я с моим немецким, «да в колашный ряд-то».
Ну, да нам не привыкать, и не из таких житейских передряг выкручивались, выкрутимся и из этой ситуации...“ А ситуаций, из которых надо было как-то «выкручиваться» жизнь преподносила предостаточно. Иногда я была, после всего, как «выжатый лимон». А что делают с выжатым лимоном? Правильно – лимонад!

Рецепт лимонада:
Ингридиенты: ручка., записная книжка, кресло, немного фантазии, а также приходящая муза (как придет, закрыть все двери на запоры, и не выпускать!) И начинаем записывать все в хронологическом порядке...
Приятного чтения!


Audio CDs

CD Edition   ANTHEA CLASSICS

miniature
Musik für Saxophon und Klavier
Mit NATALIA STUPHORN (Saxophon) und NAILYA SIGG (Klavier)
41:39 Minuten
Preis: 12,90 €
ISBN 978-3-943583-03-8


Kinderbücher