Start Neuerscheinungen

Historische Raritäten
EDITION RARA AVIS

hrsg. von Martin A. Völker

 

Helmina von Chézy
In Deo Consilium
Eine Erzählung.
Herausgegeben von Bernd Kemper und Maria-Verena Leistner
Broschur, 12,0 x 19,0 cm, 180 Seiten, 9,90 €
Mit Scherenschnitten von Elke Sieg
ISBN 978-3-89998-261-9

Zum Buch:
Ganz in der Tradition der romantischen Reiseliteratur stehend, erzählt die Dichterin Helmina von Chézy (1783–1856) in In Deo Consilium (1827) die rührende Geschichte vom Handwerksburschen Wilhelm, der über Österreich nach Italien wandert, um sich beruflich zu vervollkommnen. In die Erzählung eingewoben ist eine Liebesepisode von einem Jüngling, der von einem Jäger, einem Nebenbuhler, erschossen wird. Die trauernde Geliebte verlässt den Ort der Freveltat, an dem Wanderer zu jeder Zeit frische Blumen finden. Wilhelm gelangt durch seine Tüchtigkeit in der Residenzstadt D** zu Wohlstand. Hier lässt er am Elbufer, an der Stelle der alten Festungswerke, drei Gebäude errichten und von schönen Anlagen umgeben. Und er trifft sein geliebtes Minchen wieder, das er nach der zufälligen Begegnung im Wald nie vergessen hat. – Neben der intensiven Liebesgeschichte enthält der Band zudem Erfahrungsberichte der Autorin aus ihrer Pariser Zeit sowie eine kleine Auswahl aus ihrem lyrischen Schaffen.


Ehregott A. C. Wasianski 
Kant in seinen letzten Lebensjahren
Broschur, 12,0 x 19,0 cm, 170 Seiten, 9,90 €
ISBN 978-3-943583-61-8

Zum Buch:
Immanuel Kant (1724 – 1804) war einer der bekanntesten deutschen Philosophen der Aufklärung. Sein Gesamtwerk betrachtet man gern als einen Wendepunkt in der Philosophiegeschichte und den Beginn der modernen Philosophie. Zu seinen bedeutendsten Werken gehört das 1781 geschriebene Buch „Kritik der reinen Vernunft“. Dieses Buch legt den Grundstein für Kants weitere philosophische Schriften. Auf dieses Werk folgen dann Schriften wie „Kritik der praktischen Vernunft“ (1788) und die „Kritik der Urteilskraft“ (1788).
Sehr bewegend sind die Schilderungen der tatsächlich letzten Lebenstage Kants, und die große Anteilnahme, die diesem nach seinem Ableben durch Freunde Kollegen und Verwandte entgegen gebracht wurde.
Die vorliegende Wiederauflage dieser Lebenserinnerungen ist sowohl für den Spezialisten, als auch den interessierten Leser eine große Bereicherung, zeigen sie doch, dass auch große Persönlichkeiten auch und vor allem eines sind – Menschen.


Edition Lessinghaus

hrsg. von Martin A. Völker

Zur Edition
Wie kein anderer Name steht der Name Lessings in Berlin für eine Kunstaffinität, eine Bildungs- und Humanitätstradition, die über das 18. ins 21. Jahrhundert reicht. Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781) weilte während seines letzten Aufenthalts in Berlin 1765 bis 1767 im Haus Am Königsgraben 10. Es gehörte dem Kupferstecher und Verleger Johann David Schleuen (1711–1771) und befand sich bis zum Abriss am 3. Oktober 1910 in der Nähe des Bahnhofs Alexanderplatz. Anfang 1908 wurde dort das Lessing-Museum eingerichtet, welches wenige Tage nach dem Abriss des Gebäudes im Nicolaihaus in der Brüderstraße 13 wiedereröffnet wurde. Mit dem Lessing-Museum waren auch verbunden die Lessing-Gesellschaft und die berühmte Lessing-Hochschule, die bis zu ihrer Gleichschaltung und Zerschlagung während der NS-Zeit tausende Berliner Hörer verzeichnen konnte.
Der Anthea Verlag unterhält eine Dependance in dem heutigen Lessinghaus, einem mit einer Lessing-Gedenktafel versehenen Nachbau im Nikolaiviertel, Nikolaikirchplatz 7. Dieser Ort ist ebenso geschichtsträchtig: zwischen 1752 und 1755, während seines zweiten Aufenthalts, wohnte Lessing beengt im 2. Stock des alten Fachwerkbaus Nikolaikirchplatz 10, von wo aus er mit seinen Freunden Moses Mendelssohn (1729–1786) und Friedrich Nicolai (1733–1811) verkehrte.
Die Edition Lessinghaus pflegt die Traditionslinien und das Erbe Lessings in Berlin.

Zum Herausgeber der Edition
Martin A. Völker, geboren 1972 in Berlin. Dr. phil., Kulturwissenschaftler und Ästhetiker. Nach langjähriger Lehrstuhlassistenz am Seminar für Ästhetik der Berliner Humboldt-Universität arbeitet er heute als Publizist und Lektor, Dozent und Sciencecoach. Seit 2016 wirkt er als Gastprofessor für Germanistik an der Universität Stettin. Völker schreibt Essays zu vergessenen Autorinnen und Autoren der Literaturgeschichte des 18., 19. und 20. Jahrhunderts, deren Werke er neu herausgibt, daneben Lyrik und Kurzprosa. Er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland, im Internationalen PEN-Club sowie in der europäischen Autorenvereinigung „Die Kogge“ (Hansestadt Minden). Zuletzt erschienen als Editionen mit Völkers Essays: Katarina Botsky: In den Finsternissen (2012); Katarina Botsky: Krähendämmerung (2014); Peter Baum: Im alten Schloß (2015); Gerhard von Amyntor: Eine moderne Abendgesellschaft. Plauderei über Antisemitismus (2016).

 

Band 2
Gotthold Ephraim Lessing
Minna von Barnhelm oder das Soldatenglück
Gebunden, 12,0 x 19,0 cm,  238 Seiten, 2 Illustrationen von Franz Peters, 16,90 €
ISBN 978-3-943583-69-4


edition Europa 2go

hrsg. von Martin A. Völker

https://sharingheritage.de/projekte/buchreihe-europa-2go

Zur Edition
Der Anthea Verlag nimmt das von der Europäischen Kommission ausgerufene Europäische Kulturerbejahr 2018 zum Anlass, eine neue Reihe zu beginnen: In der Reihe Europa 2go [sprich: Europa-to-go] werden kürzere Texte zu Ländern und einzelnen Städten Europas sowie schriftstellerische Extrakte zu europäischen Werten und zum geistigen Kulturerbe veröffentlicht. Die Reihe gewährt Einblicke in das europäische Denken, Dichten und Reisen.Eine Vielzahl von Autoren wurden nach vielen Jahrzehnten wiederntdeckt, die ohne Zweifel zur zur literarischen Schatzkammer Europas gehören.

Gemäß des Länderschwerpunkts der Leipziger Buchmesse 2018 behandeln die ersten drei Bände dieser Reihe das Land Rumänien: Im ersten Band wird ein stimmungsvoller Bericht wiedergegeben, der im Jahr 1882 als Bilder aus Rumänien erstmals erschien. Die heute unbekannte Autorin Adelheid Bandau beschreibt die Stadt Bukarest, das bunte Treiben des Jahrmarkts, die religiösen Orte und Feste, die Riten und Untiefen des Alltags. Sie endet mit der feierlichen Königskrönung des rumänischen Herrscherpaares im Mai 1881. Der zweite Band der Reihe enthält Erinnerungen und Essays der rumänischen Königin Elisabeth zu Wied (1843–1916), die unter dem Pseudonym Carmen Sylva vor allem Gedichte, aber auch Prosatexte und Dramatisches schrieb und in ihrer Zeit als bedeutende Schriftstellerin gefeiert wurde. „Von jedem Buche“, bemerkt sie 1907, „behält man meistens einen Satz“, und die vorliegende Zusammenstellung ist eine wahre Schatzkammer solcher Sätze der Lebenskunst, der Weisheit und inneren Einkehr, der schmerzhaften Krisen und der Hoffnung. Der dritte Band der Reihe Europa 2go versammelt Texte des 1889 verstorbenen rumänischen National- und Meisterdichters Mihai Eminescu. In besonderer Ausdeutung begegnet dem Leser die von deutschen Schriftstellern vorgeprägte Romantik: die Blaue Blume, die Naturbegeisterung sowie die enttäuschte Liebe und das Leiden am Leben. Die nihilistische Tendenz bei Eminescu, die das Grundgefühl der Moderne ausmacht, ist immer poetisch-schön.

Alle Bände sind mit einem Nachwort versehen, das die wesentlichen Informationen zu den Autoren, den ausgewählten Texten und ihren Kontexten prägnant wie essayistisch aufbereitet.

Diese Reihe wird mit Autoren aus Ost- und Westeuropa fortgesetzt.

 

Prag
Broschur, 12,0 x 17,0 cm, 154 Seiten, 9,90 €
ISBN 978-3-89998-290-9


Max Hayek
Broschur, 12,0 x 17,0 cm, 148 Seiten, 12,90 €
ISBN 978-3-89998-282-4


Kaukasus
Broschur, 12,0 x 17,0 cm, 152 Seiten, 9,90 €
ISBN 978-3-89998-291-6

 


 

Wien
Broschur, 12,0 x 17,0 cm, 184 Seiten, 12,90 €
ISBN 978-3-89998-268-8


Petko Todorov
Skizzen und Idyllen
Herausgegeben von Martin A. Völker und Detlef W. Stein.
Broschur, 12,0 x 17,0 cm, mit 10 Fotos, 124 Seiten, 12,90 €
ISBN 978-3-89998-278-7


Belletristik

Ernst Michael Schwarz 
Der Teufelssee als mystischer Ort
Auf Fontanes Spuren          
Sagen und Geschichten aus den Müggelbergen
Broschur, 12,5 x 19,0 cm, 76 Seiten, mit Abbildungen, 6,90 €
ISBN 978-3-89998-286-2

Zum Buch:
In diesem Buch sind 17 Sagen und Geschichten vom Köpenicker Teufelssee in den Müggelbergen zusammengetragen worden. 
Historisch beginnen sie beim Wendenfürsten Jacza und seiner Wanda, berichten dann auch über die Prinzessinnen und dem Wassermann, vom Teufel, seinen Hexen und den bis heute versunkenen Schlössern und Schätzen.
Und: Es geht auch auf den Spuren des berühmten Chronisten, Schriftstellers, Apothekers und Wanderers Theodor Fontane!

Buchvorstellung ...


Reinhard Reichstein
Das Kaffeehaus
Eine Liebe in Brandenburg
Roman, Broschur, 14,8 x 21,0 cm, 320 Seiten, 14,90 €
ISBN 978-3-89998-281-7

Zum Buch:
Der Roman beginnt wie eine fatale Wiedergängergeschichte.
Dorothea hat ihn verlassen, aber erst jetzt, als Sylwia sich weigert, an ihre Stelle zu treten, bricht er zusammen. Was tun? In den Clubs der Hauptstadt könnte er wohl eine Zeitlang als Mann ohne Schatten herumabenteuern, nicht so hier draußen, im realen Umland. Der Leser wird Zeuge einer existentiellen Selbstvergewisserung und der Versuche, sich neu im Leben zu verwurzeln.
Die Orte und Personen dieses Lebens sind die gerade vorgefundenen: ein Café an der Endhaltestelle der S-Bahn, die Kellnerin Ariane, ihr Kompagnon Fritz. Sie sind der Ausgangspunkt für Unternehmungen, die bis ins ferne Litauen und Italien führen, aber immer wieder auf die terra incognita Brandenburg zurückkommen und dieses als das historische Schattenreich der Metropole erschließen.

Der Autor, geübt im Lesen von Landschaften, folgt seiner Hauptfigur auf ihren verschlungenen Wegen, auf denen sich die abgerissenen Fäden der Seele in neuen Beziehungen verknüpfen. Die individuelle Geschichte weitet sich und tritt in Verbindung mit einem Kunstprojekt, das unter dem Namen „66-Seen-Theater“ die historischen Kontexte und Verwerfungen offenlegt, die der oberflächliche Eindruck von einer reizvollen, wie im Dornröschenschlaf um die Großstadt herumliegenden Natur verschweigt.

Das von Willibald Alexis und Theodor Fontane geschaffene Bild einer literarischen Landschaft wird dabei ebenso bekräftigt, wie auf seine Nebenwirkungen Verklärung und Nostalgie hingewiesen wird.
Die Spielszenen und historischen Vorgaben sind jedoch das eine, das andere und entscheidende sind die gegenwärtigen Verwicklungen der Beteiligten abseits der Theaterbühne.


Angela Schmidt-Bernhardt
Das Wilhelminische Schloß
Begegnungen in Polen
Erzählungen
Broschur, 14,8 x 21,0 cm, 128 Seiten, mit Illustrationen von
Marlena Pauline Hajek, 12,90 €
ISBN 978-3-89998-269-5

Zum Buch:
„Marcin war heute morgen müde und erschöpft erwacht. Und das nach gut siebeneinhalb Stunden Schlaf. Vielleicht brütete er irgendwas aus.
In diesem Herbst war er noch keinen Tag krank gewesen. Irgendwann kam die Erkältung sowieso und immer im ungünstigsten Augenblick.
Wenn er nicht an die Müdigkeit dachte, sie einfach überging, dann konnte er vielleicht der Erkältung entkommen. Den Vormittag verbrachte er mit Aufräumen, Sortieren von Papieren, die sich in den letzten Wochen auf dem Schreibtisch angesammelt hatten und ausführlicher Zeitungslektüre. Mittags briet er sich ein Spiegelei mit Schinken. Dann zog er sich an. Sollte er es gleich mit einer netten Gruppe zu tun haben, dann liefe alles einfach und wie am Schnürchen. Er schaute noch einmal auf den Auftragszettel: Stadtführung mit historischem Schwerpunkt in englischer Sprache. Es ließ Amerikaner und Engländer, Spanier und Holländer erwarten, egal, Hauptsache nicht zu viele Deutsche.
Das war heute, so angeschlagen wie er sich fühlte, seine große Hoffnung. Die Stadtführungen begannen beim Dom; von dort ging es zum Mittelalter am Rynek, und er endete mit dem sogenannten wilhelminischen Poznań am Zamek, dem Königsschloss“.
In den im Band versammelten acht Erzählungen nimmt uns Angela Schmidt-Bernhardt mit auf eine bewegende Spurensuche in das heutige Polen.


Karola Beck
Verwischte Spuren
Eine Berliner Novelle
Broschur, 14,8, x 21,0 cm, 102 Seiten, 9,90 €
ISBN 978-3-89998-266-4

Zum Buch:
Es ist eine Reise in die Vergangenheit, als Isa nach dem Fall der Mauer 1989 in der Absicht Aufklärung über den Tod ihres Bruders zu erlangen, nach Berlin fährt. Die vertrauten Straßen der Kindheit wecken Erinnerungen. Und statt die Stasi-Unterlagen-Behörde in Berlin aufzusuchen, folgt sie einem inneren Wegweiser, der sie schließlich mit ihrem totgeglaubten Sohn zusammenführt.
Von der 25 Jahre zurückliegenden Zwangsadoption ihres Kindes in der DDR weiß sie nichts, da man ihr nach der Entbindung sagte, dass sie eine Fehlgeburt gehabt hätte. Schließlich steht Isa vor einem Rätsel, als sich nach langer Zeit unverhofft ihre Wege kreuzen …


Florian Wolf-Roskosch
Orpheus in Prag
Reiseerzählungen und Gedichte
Broschur, 12,0 x 19,0 cm, 184 Seiten, mit Abbildungen, 9,90 €
ISBN 978-3-943583-57-1

Zum Buch:
Kommen Sie mit auf eine Reise durch Europa, an seine Küsten, seine Grenzen und darüber hinaus! Begleiten Sie Orpheus durch die alten Städte Mitteleuropas, durch Prag, Krakau und Breslau, durch ihre Geschichte und Kultur! Tauchen Sie ein in das südliche Lebensgefühl Marseilles, in die antiken Landschaften und poetischen Echokammern des Mittelmeers, bis hinauf an die Küsten der Ostsee. Diese Reisen beginnen am Tag und enden oft in der Nacht, im Traum, in der Halluzination. Seien Sie dabei, wenn sich die Schatten der Kiefern und Platanen mit dem Rauschen des Meeres zu einer dunklen Sinfonie verbinden. Der nächste Morgen wartet mit Licht und neuer Hoffnung.


Anant Kumar
Ostdeutschland ist Vielfalt
Essays – Reportagen – Gedichte
Broschur, 14,8 x 21,0 cm, mit Abbildungen, 172 Seiten, 14,90 €
ISBN 978-3-943583-19-9

Zum Buch:
Anant Kumar, der indische Autor deutscher Zunge, bezeichnet Kassel als seine Wahlheimat. Die vorliegenden Texte aus den letzten zwei Jahrzehnten befassen sich vordergründig mit kulturellen, historischen, interkulturellen und vor allem ästhetischen Ereignissen in den Regionen Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in unterschiedlichsten schöpferischen Ausgestaltungen. Sie sind reflektierende Beobachtungen, Betrachtungen und Einmischungen.


Edition Berliner Leben

Wilhelm Raabe
Die Chronik der Sperlingsgasse
Broschur, 12,0 x 19,0 cm, 342 Seiten, 14,90 €
ISBN 978-3-943583-76-2

Zum Buch
In seiner Chronik der Sperlingsgasse zeigt Wilhelm Raabe, was Berlin war und immer sein wird: die Stadt der kleinen Leute und großen Sehnsüchte. In Berlin durchdringen sich die hellsten Wunschträume und die dunkelsten Realitäten. Aus dieser poetischen Liebesumarmung widerstreitender Elemente geht der wunderbare melancholische Humor hervor, für den Raabe steht.


Lyrik

Heidrun Fritzsche
Winterblues
Lyrik
Broschur, 12,0 x 21,0 cm, 74 Seiten, 7,90 €
ISBN 978-3-89998-280-0

Zum Buch:
"In den nachfolgenden Gedichten nehme ich Bezug auf Ereignisse in meinem Leben, die mich unmittelbar betroffen und berührt haben. Zu diesen Ereignissen zählt unter anderem die Teilnahme von hunderttausenden Menschen an der Demonstration am 4. November 1989 in Ost-Berlin, sowie die anschließenden gesellschaftlichen Entwicklungen in Ost- und Westdeutschland.
Die Folgen des Mauerfalls betrafen auch meine Familie direkt. Der Verlust der bisherigen Arbeit, persönliche Einstellungen zum neuen politischen Gesellschaftssystem und der Zwang sich neu zu orientieren, stellten mich vor sehr persönliche Fragen, aber auch Hoffnungen für die Zukunft." 
Heidrun Fritzsche


Felix Stillfried
Prosa-Lyrik-Nachdichtungen
Herausgegeben von Herwart Pittack
Broschur, 14,8 x 21,0 cm, 184 Seiten, 12,90 €
ISBN 978-3-89998-273-2

Zum Buch
Das Buch stellt ein dichterisches Mosaik des Rostockers Schriftstellers Felix Stillfried (eigentlich Adolf F. R. Brand; 1851-1910) in niederdeutscher Sprache vor.


Steffen Marciniak
Äolsharfenklänge
mit Illustrationen von Hans-Christian Tappe
Broschur, 25,00 x 15,00 cm, 32 Seiten, 7,00 €
ISBN 978-3-89998-255-8

Zum Buch
Die neueste Einzelveröffentlichung „Äolsharfenklänge“ versammelt erstmals Gedichte und Dichtungen des Autors Steffen Marciniak. Sie kreisen alle um die griechischen Mythen.
Nach den ersten beiden Bänden der als Nonalogie geplanten Reihe von Ephebischen Novellen, („Hylas oder Der Triumph der Nymphe“ und „Kyparissos oder Die Gabe des Orakels“) sowie weiteren in Anthologien erschienenen Geschichten zum Mythenthema, nun die „Äolsharfenklänge“, im Berliner Anthea-Verlag, wo der Autor den Leser erneut in seine sprachlich einmalige Welt entführt.
„Steffen Marciniaks Begeisterung gilt der klassischen Antike; genauer: der Mythenwelt des griechischen Altertums. Und diese Leidenschaft ist originär. Die Vertrautheit des Autors mit der griechischen Kultur ist dabei wohltuend. Sie trägt zur Glaubwürdigkeit der Fabel auf eine letztlich geheimnisvolle Weise bei.“ (Harald Gröhler).
Die kunstvoll erstellte fadengeheftete Broschur umfasst überwiegend erstmals erscheinende Texte wie die Dichtung „Ganymedes oder Die Geburt des Mythos“, Gedichte zu den unbekannten Figuren der griechischen Mythologie, wie beispielsweise die Sammlung „Floras Epheben“ zu Jünglingen, die in Blumen oder Pflanzen verwandelt werden. Ferner gibt es die von Hans-Christian Tappe illustrierten Epigramme des titelgebenden Zykluses der „Äolsharfenklänge“ um den Windgott Aiolos und den acht Anemoi.
„Viel griechische Mythologie wird verarbeitet und gedeutet, aber man spürt, dass da ein innerer Bezug besteht und es kein modisches Klappern mit antiken Sandalen ist.“ (Michael Speier)
Fast immer stehen Epheben im Zentrum der Dichtungen, also Jünglinge, die zwischen dem 18. und 21. Lebensjahr die im antiken Griechenland die sogenannte Ephebie durchlaufen mussten, eine Ausbildung, die sie befähigen sollte, als vollgültige Mitglieder in eine griechische Polis aufgenommen zu werden.
Im Zentrum der Prosaauszüge, die in diesem Buch abgedruckt sind, steht die Musik; oft vorgetragen in literarisch-musikalischen Programmen, u.a. mit dem Geiger David Yonan, dem Harfenisten Thomas Siener oder der Cellistin Sofia von Freydorf. 
„Ringsum die Vögel verstummten, als Amphions Fingerspitzen die Saiten des Instruments hauchzart anrührten und der Lyra Töne glasklar und voller Sehnsucht erklangen, da sie wohl meinten, mit ihrem Gezwitscher gegen so viel Schönheit in Schwermut zu verblassen. Alles, was da lebte, stand still und schweigend, die Tiere der umliegenden Herden lauschten, deren Hirtenjungen träumten, die Blumen am Wegesrand und selbst die Bäume und Sträucher schienen sich zur Musik zu neigen.“
aus Steffen Marciniak: „Amphion oder Die Magie der Lyra“

Biographisches
Steffen Marciniak, geboren in Stralsund, seit 1988 in Berlin lebend, Studium der Kulturwissenschaften, Arbeit im Buchhandel, Antiquariat und als Lektor. Seit 2014 erscheinen Novellen zu weniger bekannten griechischen Mythen. Eigenständige Veröffentlichungen im Aphaia Verlag, Berlin: „HYLAS oder Der Triumph der Nymphe“ und „KYPARISSOS oder Die Gabe des Orakels“,  demnächst ein neuer Band: „PHAETHON oder Der Pfad der Sonne“.
Weitere Novellen u.a. im Größenwahn Verlag, Frankfurt/M. sowohl zu griechischen als auch japanischen Themen. Veröffentlichungen von Gedichten und Kurzprosa in Anthologien, u.a. im Poesiealbum Neu und im Konkursbuchverlag.
2016/17 übernahm er die Gestaltung und Moderation mehrerer Gesprächsrunden mit anderen Schriftstellern bei der „Karlshorster Abendgesellschaft“. Beim Griechisch-Deutschen Lesefestival ist er seit der 2. Ausgabe dabei; das 4. Festival mit über 50 Künstlern organisierte er in Berlin. Er ist Mitglied des VS Berlin, der Künstlerkolonie Berlin, dem Autorenkreis Plesse sowie der Paul-Ernst-Gesellschaft und der Klaus-Mann-Initiative Berlin.

Hans-Christian Tappe, geboren in Stralsund, wuchs an der Nordsee auf, lebt seit 1967 in Berlin. Studium der Architektur und Malerei. Jahrelange Tätigkeit als Architekt. Illustrationen zu eigenen Texten und für andere Autoren. Künstlerehe mit der Malerin Erika Tappe, zusammen viele Reisen durch Griechenland. Seit 1982 regelmäßig gemeinsame Ausstellungen im In- und Ausland. Seine Illustrationszyklen wurden gezeigt: Galerie Stodieck's, Berlin; Heidehof, Münster; Kulturhistorisches Museum Stralsund. Lyrik und Illustrationen im Berliner Aphaia Verlag: „Stadtsplitter“ Gedichte und Grafik (2008), „Mit gelbem Stift“ Mitlesebuch 138 (2015), Erzählungen in der „Griechischen Einladungs-Reihe“ des Größenwahn Verlags, 2017 und 2018.


Margarete Hoffend
Aschenruf
Gedichte
Gebunden, 12,0 x 21,0 cm, 112 Seiten, 14,90 €
ISBN 978-3-943583-82-3

Zum Buch
Das Buch "Aschenruf" richtet sich gegen das Vergessen der Shoa in Europa und beschreibt lyrisch den gegenwärtigen Antisemitismus, der sich ungehindert im sogenannten „Antizionismus" fortsetzt - und sich am Staat Israel abarbeitet. Aktivisten, die für Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen stehen, machen sich stark für das Entfernen von israelischen Produkten aus den Regalen von Supermärkten in Westeuropa, für den Ausschluss israelischer Künstler und Sportler von internationalen Veranstaltungen. Sie setzen Wissenschaftler und Unternehmer, die beabsichtigen, mit Israel zu kooperieren, unter Druck und scheuen sich nicht, Künstler, die in Israel auftreten wollen, in ein schlechtes Licht zu setzen. Diese sogenannten "antizionistischen" Personen aus dem linken und rechten politischen Spektrum in Deutschland und Europa betreiben mit ihren lautstarken Parolen wie u. a. „Kindermörder Israel" die Dämonisierung und Destabilisierung des einzigen demokratischen Staates im Nahen Osten mit dem Ziel seiner Auflösung an.

Die Autorin wurde in Köln geboren. 1984 entstanden die ersten Gedichte Aschenruf und Für Jakob und seine Schwester, die Erich Fried anerkennend begutachtete. Die meisten Gedichte in diesem Buch folgten einige Jahre später nach einer siebentägigen Gedenkfahrt nach Auschwitz. Einzelne Gedichte wurden publiziert, u. a. in den Periodika von amnesty international. 2017 kamen Gedichte, die den gegenwärtigen Antisemitismus in Europa betreffen, dazu.
Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Berlin.


Kunst

"Aus Spiegeln beschoß das Licht"
Ein Dialog zwischen Sprache und Bild

Fotografien von Dmitry Vyshemirsky und
Gedichte von Johannes Bobrowski
Gebunden, 21,0 x 29,7 cm, 62 Fotos, 16,90 €
ISBN 978-3-89998-256-5


Kinderbücher

Carola Jürchott
Drachennacht in Barcelona
Broschur, 14,0 x 21,0 cm, 158 Seiten, mit 30 Abbildungen und einem Lied, 12,90 €
ISBN 978-3-943583-52-6

Allein eingeschlossen in einem großen Park, und noch dazu mitten in der Nacht - da kann man es schon mit der Angst zu tun bekommen! Auch Benny ist in diesem Punkt keine Ausnahme, bis ihm ein höchst ungewöhnlicher Gefährte anbietet, ihn durch die Nacht zu begleiten.
Ein bunter Drache, der schon mehr als ein Jahrhundert in Barcelona lebt, fliegt Benny von Ort zu Ort. Er zeigt ihm das Jugendstilviertel Eixample und den Hafen, auf dem Berg Montjuïc begegnen sie einer kleinen Figur, die ihnen von dem großen Maler Picasso erzählt, und auch das Stadion des berühmten Fußballvereins ist eine Stippvisite wert.
Nach und nach wird die Geschichte der Stadt lebendig. Benny erfährt, was es mit den Gänsen in der Kathedrale auf sich hat, und warum sein neuer Freund den Feiertag der Bücher und Rosen nicht besonders mag.
Begleite beide auf ihrem Flug durch die Hauptstadt Kataloniens und lass Dir von einer Gans, einem Ritter, einer Plastik und Dragú, dem Drachen, erzählen, was es In¬teressantes über Barcelona und seine Geschichte zu wissen gibt!
Es ist nicht nur eine Fantasy-Geschichte: Mit diesem Reiseführer bist Du für einen Stadtbummel in der Metropole am Mittelmeer bestens gerüstet!

Rezension zur Autorin (Ein Morgen in Prag mit Kater Karel) aus Skoda Magazin, Nr.3, 2015, S. 12 ...


Russischsprachige Literatur

Belletristik

 


Lyrik

Ulrich Grasnick
Fermate der Hoffnung
Hommage an Marc Chagall
Gedichte Deutsch/Russisch
Nachdichtung aus dem Deutschen von Wjatscheslaw Kuprijanow, Irina und York Freitag
Broschur, 12,0 x 21,0 cm, 176 Seiten, 12,90 €
ISBN 978-3-943583-99-1

Wie bei Chagall so auch bei Grasnick fallen Naturbild, Elemente aus der Welt der Musik und die Darstellung menschlicher Beziehungen in eins, loten sich gegenseitig aus, bestätigen einander – nirgends stehen sie im Gegensatz. Visionen von Harmonie? Ulrich Grasnick hat hierfür seine eigene Metapher: Fermate der Hoffnung.
York Freitag

Как у Шагала, так и у Грасника связываются в единое целое картины природы, элементы из мира музыки, изображение человеческих отношений; они проникают в суть друг друга, подтверждают друг друга — нигде нет противоречия. Концепция гармонии? Ульрих Грасник находит собственную метафору: фермата надежды.
Йорк Фрайтаг

Der Autor
Geboren 1938 als Sohn eines Apothekers in Pirna. Studierte Gesang an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber" in Dresden und gehörte zum Ensemble der Komischen Oper Berlin unter Walter Felsenstein. Unter Grasnicks zahlreichen Veröffentlichungen sind jene hervorzuheben, in denen seine enge Beziehung zur bildenden Kunst erkennbar ist: „Liebespaar über der Stadt" (1979) und „Hungrig von Träumen (1990) – beide mit Gedichten zu Bildern von Marc Chagall – sowie „Das entfesselte Auge. Hommage à Picasso“ (1988), „Pastorale“ mit Gedichten zu Gemälden und Holzschnitten von Karl Schmidt-Rottluff und „Fels ohne Eile" mit Gedichten zu Bildern von Stefan Friedemann (2003).
Günter Schwarze vertonte Gedichte zu Marc Chagall von Ulrich Grasnick wie auch sein Gedicht „Das Licht der Steine löscht die Nacht“ anlässlich des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche. In Japan wurde 2011 Günter Schwarzes „Akatonbo – und die Libelle flog“ nach Worten von Ulrich Grasnick uraufgeführt.
Ulrich Grasnick leitet seit 1975 den Berliner Dichterkreis Köpenicker Lyrikseminar/Lesebühne der Kulturen. Seit 2017 lobt er einen von ihm gestifteten Lyrikpreis aus.
Er ist Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller und lebt in Berlin.

Писатель
Ульрих Грасник: Родился в 1938 году в семье фармацевта в Пирне. Закончил Высшую школу музыки «Карл Мария фон Вебер» в Дрездене по классу вокала. Работал в ансамбле Музыкального театра «Комическая опера» в Берлине под управлением Вальтера Фельзенштейна.
Среди многочисленных публикаций выделяются те, в которых узнаваема его тесная связь с изобразительным искусством: «Любящие над городом» (1979) и «От мечтаний голод» (1990), оба цикла стихов к картинам Марка Шагала, а также «Развязанный глаз. Чествование Пикассо» (1988), «Пастораль» со стихами к полотнам и ксилографиям Карла Шмидт-Ротлуфа и «Утёс без спешки» со стихами к картинам Штефана Фридеманна (2003).
Гюнтер Шварце переложил на музыку стихи Ульриха Грасника к картинам Марка Шагала, а также его стихотворение «Свет камней стирает ночь» по случаю восстановления Дрезденской Фрауенкирхе. В Японии в 2011 году впервые было представлено публике «Акатонбо — и стрекозы полетели» Гюнтера Шварце на слова Ульриха Грасника.
Ульрих Грасник руководит с 1975 года берлинским поэтическим кружком «Кёпеникский семинар лирики. Литературная сцена культур». C 2017 года присуждает учрежденную им премию поэзии.


Audio CDs

CD Edition   ANTHEA CLASSICS

miniature
Musik für Saxophon und Klavier
Mit NATALIA STUPHORN (Saxophon) und NAILYA SIGG (Klavier)
41:39 Minuten
Preis: 12,90 €
ISBN 978-3-943583-03-8