Start Neuerscheinungen

Historische Raritäten
EDITION RARA AVIS

hrsg. von Martin A. Völker

 

Ehregott A. C. Wasianski 
Kant in seinen letzten Lebensjahren
Broschur, 12,0 x 19,0 cm, 170 Seiten, 9,90 €
ISBN 978-3-943583-61-8

Zum Buch:
Immanuel Kant (1724 – 1804) war einer der bekanntesten deutschen Philosophen der Aufklärung. Sein Gesamtwerk betrachtet man gern als einen Wendepunkt in der Philosophiegeschichte und den Beginn der modernen Philosophie. Zu seinen bedeutendsten Werken gehört das 1781 geschriebene Buch „Kritik der reinen Vernunft“. Dieses Buch legt den Grundstein für Kants weitere philosophische Schriften. Auf dieses Werk folgen dann Schriften wie „Kritik der praktischen Vernunft“ (1788) und die „Kritik der Urteilskraft“ (1788).
Sehr bewegend sind die Schilderungen der tatsächlich letzten Lebenstage Kants, und die große Anteilnahme, die diesem nach seinem Ableben durch Freunde Kollegen und Verwandte entgegen gebracht wurde.
Die vorliegende Wiederauflage dieser Lebenserinnerungen ist sowohl für den Spezialisten, als auch den interessierten Leser eine große Bereicherung, zeigen sie doch, dass auch große Persönlichkeiten auch und vor allem eines sind – Menschen.


Christoph Martin Wieland
Koxkox und Kikequetzel
Eine mexikanische Geschichte
Herausgegeben von Bernd Kemter.
Mit einem Nachwort von Dr. Berthold Heizmann. 
Broschur, 12,0 x 19,0 cm, 202 Seiten, 2 Scherenschnitte von Elke Sieg, 9,90 €
ISBN 978-3-943583-91-5

Christoph Martin Wieland (1733–1813) erzählt die Geschichte von zwei Liebenden, die sich nach einer alles verschlingenden Sintflut scheinbar allein in einer paradiesischen Landschaft befinden. Doch das Verhängnis droht. Eine dritte Person sprengt den harmonischen Zweierbund. Die alten Sünden der Menschheit kehren wieder. Wird es ein Happy End für Koxkox und Kikequetzel geben und für die Menschheit einen Ausweg aus ihrer Misere? Mit einer überzeugenden Antwort kann Wieland nicht aufwarten, aber immerhin lässt er der Hoffnung Raum und sorgt für gute Unterhaltung.
In seiner 1874 veröffentlichten Geschichte der National-Oekonomik in Deutschland rügt Wilhelm Roscher den Schriftsteller Wieland wegen dessen Vorliebe für „schlüpfrige Liebesgeschichten“. Wieland versuche den „Ursprung der bürgerlichen Gesellschaft“ auf „höchst unsaubere Weise zu erklären“. Heute kann das durchaus als Lob verstanden werden.


Edition Lessinghaus

hrsg. von Martin A. Völker

Zur Edition
Wie kein anderer Name steht der Name Lessings in Berlin für eine Kunstaffinität, eine Bildungs- und Humanitätstradition, die über das 18. ins 21. Jahrhundert reicht. Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781) weilte während seines letzten Aufenthalts in Berlin 1765 bis 1767 im Haus Am Königsgraben 10. Es gehörte dem Kupferstecher und Verleger Johann David Schleuen (1711–1771) und befand sich bis zum Abriss am 3. Oktober 1910 in der Nähe des Bahnhofs Alexanderplatz. Anfang 1908 wurde dort das Lessing-Museum eingerichtet, welches wenige Tage nach dem Abriss des Gebäudes im Nicolaihaus in der Brüderstraße 13 wiedereröffnet wurde. Mit dem Lessing-Museum waren auch verbunden die Lessing-Gesellschaft und die berühmte Lessing-Hochschule, die bis zu ihrer Gleichschaltung und Zerschlagung während der NS-Zeit tausende Berliner Hörer verzeichnen konnte.
Der Anthea Verlag unterhält eine Dependance in dem heutigen Lessinghaus, einem mit einer Lessing-Gedenktafel versehenen Nachbau im Nikolaiviertel, Nikolaikirchplatz 7. Dieser Ort ist ebenso geschichtsträchtig: zwischen 1752 und 1755, während seines zweiten Aufenthalts, wohnte Lessing beengt im 2. Stock des alten Fachwerkbaus Nikolaikirchplatz 10, von wo aus er mit seinen Freunden Moses Mendelssohn (1729–1786) und Friedrich Nicolai (1733–1811) verkehrte.
Die Edition Lessinghaus pflegt die Traditionslinien und das Erbe Lessings in Berlin.

Zum Herausgeber der Edition
Martin A. Völker, geboren 1972 in Berlin. Dr. phil., Kulturwissenschaftler und Ästhetiker. Nach langjähriger Lehrstuhlassistenz am Seminar für Ästhetik der Berliner Humboldt-Universität arbeitet er heute als Publizist und Lektor, Dozent und Sciencecoach. Seit 2016 wirkt er als Gastprofessor für Germanistik an der Universität Stettin. Völker schreibt Essays zu vergessenen Autorinnen und Autoren der Literaturgeschichte des 18., 19. und 20. Jahrhunderts, deren Werke er neu herausgibt, daneben Lyrik und Kurzprosa. Er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland, im Internationalen PEN-Club sowie in der europäischen Autorenvereinigung „Die Kogge“ (Hansestadt Minden). Zuletzt erschienen als Editionen mit Völkers Essays: Katarina Botsky: In den Finsternissen (2012); Katarina Botsky: Krähendämmerung (2014); Peter Baum: Im alten Schloß (2015); Gerhard von Amyntor: Eine moderne Abendgesellschaft. Plauderei über Antisemitismus (2016).

 

Band 2
Gotthold Ephraim Lessing
Minna von Barnhelm oder das Soldatenglück
Gebunden, 12,0 x 19,0 cm,  228 Seiten, 2 Illustrationen von Franz Peters, 16,90 €
ISBN 978-3-943583-69-4


edition Europa 2go

hrsg. von Martin A. Völker

Zur Edition
Der Anthea Verlag nimmt das von der Europäischen Kommission ausgerufene Europäische Kulturerbejahr 2018 zum Anlass, eine neue Reihe zu beginnen: In der Reihe Europa 2go [sprich: Europa-to-go] werden kürzere Texte zu Ländern und einzelnen Städten Europas sowie schriftstellerische Extrakte zu europäischen Werten und zum geistigen Kulturerbe veröffentlicht. Die Reihe gewährt Einblicke in das europäische Denken, Dichten und Reisen.Eine Vielzahl von Autoren wurden nach vielen Jahrzehnten wiederntdeckt, die ohne Zweifel zur zur literarischen Schatzkammer Europas gehören.

Gemäß des Länderschwerpunkts der Leipziger Buchmesse 2018 behandeln die ersten drei Bände dieser Reihe das Land Rumänien: Im ersten Band wird ein stimmungsvoller Bericht wiedergegeben, der im Jahr 1882 als Bilder aus Rumänien erstmals erschien. Die heute unbekannte Autorin Adelheid Bandau beschreibt die Stadt Bukarest, das bunte Treiben des Jahrmarkts, die religiösen Orte und Feste, die Riten und Untiefen des Alltags. Sie endet mit der feierlichen Königskrönung des rumänischen Herrscherpaares im Mai 1881. Der zweite Band der Reihe enthält Erinnerungen und Essays der rumänischen Königin Elisabeth zu Wied (1843–1916), die unter dem Pseudonym Carmen Sylva vor allem Gedichte, aber auch Prosatexte und Dramatisches schrieb und in ihrer Zeit als bedeutende Schriftstellerin gefeiert wurde. „Von jedem Buche“, bemerkt sie 1907, „behält man meistens einen Satz“, und die vorliegende Zusammenstellung ist eine wahre Schatzkammer solcher Sätze der Lebenskunst, der Weisheit und inneren Einkehr, der schmerzhaften Krisen und der Hoffnung. Der dritte Band der Reihe Europa 2go versammelt Texte des 1889 verstorbenen rumänischen National- und Meisterdichters Mihai Eminescu. In besonderer Ausdeutung begegnet dem Leser die von deutschen Schriftstellern vorgeprägte Romantik: die Blaue Blume, die Naturbegeisterung sowie die enttäuschte Liebe und das Leiden am Leben. Die nihilistische Tendenz bei Eminescu, die das Grundgefühl der Moderne ausmacht, ist immer poetisch-schön.

Alle Bände sind mit einem Nachwort versehen, das die wesentlichen Informationen zu den Autoren, den ausgewählten Texten und ihren Kontexten prägnant wie essayistisch aufbereitet.

Diese Reihe wird mit Autoren aus Ost- und Westeuropa fortgesetzt.

 

Else Feldmann
Broschur, 12,0 x 17,0 cm, 146 Seiten, 9,90 €
ISBN 978-3-89998-267-1


Wien
Broschur, 12,0 x 17,0 cm, 184 Seiten, 12,90 €
ISBN 978-3-89998-268-8


Mihai Eminescu
Großer Mond im Laub
Mit einer Einleitung von Titu Maiorescu.
Broschur, 12,0 x 17,0 cm, 234 Seiten, 12,90 €
ISBN 978-3-943583-55-7


Petko Todorov
Skizzen und Idyllen
Herausgegeben von Martin A. Völker und Detlef W. Stein.
Broschur, 12,0 x 17,0 cm, mit 10 Fotos, 124 Seiten, 12,90 €
ISBN 978-3-89998-278-7


Belletristik

Florian Wolf-Roskosch
Orpheus in Prag
Reiseerzählungen und Gedichte
Broschur, 12,0 x 19,0 cm, 184 Seiten, mit Abbildungen, 9,90 €
ISBN 978-3-943583-57-1

Zum Buch:
Kommen Sie mit auf eine Reise durch Europa, an seine Küsten, seine Grenzen und darüber hinaus! Begleiten Sie Orpheus durch die alten Städte Mitteleuropas, durch Prag, Krakau und Breslau, durch ihre Geschichte und Kultur! Tauchen Sie ein in das südliche Lebensgefühl Marseilles, in die antiken Landschaften und poetischen Echokammern des Mittelmeers, bis hinauf an die Küsten der Ostsee. Diese Reisen beginnen am Tag und enden oft in der Nacht, im Traum, in der Halluzination. Seien Sie dabei, wenn sich die Schatten der Kiefern und Platanen mit dem Rauschen des Meeres zu einer dunklen Sinfonie verbinden. Der nächste Morgen wartet mit Licht und neuer Hoffnung.


ANANT KUMAR
Ostdeutschland ist Vielfalt
Essays – Reportagen – Gedichte
Broschur, 14,8 x 21,0 cm, mit Abbildungen, 172 Seiten, 14,90 €
ISBN 978-3-943583-19-9

Zum Buch:
Anant Kumar, der indische Autor deutscher Zunge, bezeichnet Kassel als seine Wahlheimat. Die vorliegenden Texte aus den letzten zwei Jahrzehnten befassen sich vordergründig mit kulturellen, historischen, interkulturellen und vor allem ästhetischen Ereignissen in den Regionen Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in unterschiedlichsten schöpferischen Ausgestaltungen. Sie sind reflektierende Beobachtungen, Betrachtungen und Einmischungen.


Herwart Pittack
Geschichten taum Hulen un Hoegen
Broschur, 12,0 x 19,0 cm, mit Abbildungen, 82 Seiten, 7,90 €
ISBN 978-3-943583-56-4

Das Buch enthält Kurzerzählungen in niederdeutscher Sprache (Plattdeutsch).


Edition Berliner Leben

Wilhelm Raabe
Die Chronik der Sperlingsgasse
Broschur, 12,0 x 19,0 cm, 342 Seiten, 14,90 €
ISBN 978-3-943583-76-2

Zum Buch
In seiner Chronik der Sperlingsgasse zeigt Wilhelm Raabe, was Berlin war und immer sein wird: die Stadt der kleinen Leute und großen Sehnsüchte. In Berlin durchdringen sich die hellsten Wunschträume und die dunkelsten Realitäten. Aus dieser poetischen Liebesumarmung widerstreitender Elemente geht der wunderbare melancholische Humor hervor, für den Raabe steht.


Lyrik

Steffen Marciniak
Äolsharfenklänge
mit Illustrationen von Hans-Christian Tappe
Broschur, 25,00 x 15,00 cm, 32 Seiten, 7,00 €
ISBN 978-3-89998-255-8

Zum Buch
Die neueste Einzelveröffentlichung „Äolsharfenklänge“ versammelt erstmals Gedichte und Dichtungen des Autors Steffen Marciniak. Sie kreisen alle um die griechischen Mythen.
Nach den ersten beiden Bänden der als Nonalogie geplanten Reihe von Ephebischen Novellen, („Hylas oder Der Triumph der Nymphe“ und „Kyparissos oder Die Gabe des Orakels“) sowie weiteren in Anthologien erschienenen Geschichten zum Mythenthema, nun die „Äolsharfenklänge“, im Berliner Anthea-Verlag, wo der Autor den Leser erneut in seine sprachlich einmalige Welt entführt.
„Steffen Marciniaks Begeisterung gilt der klassischen Antike; genauer: der Mythenwelt des griechischen Altertums. Und diese Leidenschaft ist originär. Die Vertrautheit des Autors mit der griechischen Kultur ist dabei wohltuend. Sie trägt zur Glaubwürdigkeit der Fabel auf eine letztlich geheimnisvolle Weise bei.“ (Harald Gröhler).
Die kunstvoll erstellte fadengeheftete Broschur umfasst überwiegend erstmals erscheinende Texte wie die Dichtung „Ganymedes oder Die Geburt des Mythos“, Gedichte zu den unbekannten Figuren der griechischen Mythologie, wie beispielsweise die Sammlung „Floras Epheben“ zu Jünglingen, die in Blumen oder Pflanzen verwandelt werden. Ferner gibt es die von Hans-Christian Tappe illustrierten Epigramme des titelgebenden Zykluses der „Äolsharfenklänge“ um den Windgott Aiolos und den acht Anemoi.
„Viel griechische Mythologie wird verarbeitet und gedeutet, aber man spürt, dass da ein innerer Bezug besteht und es kein modisches Klappern mit antiken Sandalen ist.“ (Michael Speier)
Fast immer stehen Epheben im Zentrum der Dichtungen, also Jünglinge, die zwischen dem 18. und 21. Lebensjahr die im antiken Griechenland die sogenannte Ephebie durchlaufen mussten, eine Ausbildung, die sie befähigen sollte, als vollgültige Mitglieder in eine griechische Polis aufgenommen zu werden.
Im Zentrum der Prosaauszüge, die in diesem Buch abgedruckt sind, steht die Musik; oft vorgetragen in literarisch-musikalischen Programmen, u.a. mit dem Geiger David Yonan, dem Harfenisten Thomas Siener oder der Cellistin Sofia von Freydorf. 
„Ringsum die Vögel verstummten, als Amphions Fingerspitzen die Saiten des Instruments hauchzart anrührten und der Lyra Töne glasklar und voller Sehnsucht erklangen, da sie wohl meinten, mit ihrem Gezwitscher gegen so viel Schönheit in Schwermut zu verblassen. Alles, was da lebte, stand still und schweigend, die Tiere der umliegenden Herden lauschten, deren Hirtenjungen träumten, die Blumen am Wegesrand und selbst die Bäume und Sträucher schienen sich zur Musik zu neigen.“
aus Steffen Marciniak: „Amphion oder Die Magie der Lyra“

Biographisches
Steffen Marciniak, geboren in Stralsund, seit 1988 in Berlin lebend, Studium der Kulturwissenschaften, Arbeit im Buchhandel, Antiquariat und als Lektor. Seit 2014 erscheinen Novellen zu weniger bekannten griechischen Mythen. Eigenständige Veröffentlichungen im Aphaia Verlag, Berlin: „HYLAS oder Der Triumph der Nymphe“ und „KYPARISSOS oder Die Gabe des Orakels“,  demnächst ein neuer Band: „PHAETHON oder Der Pfad der Sonne“.
Weitere Novellen u.a. im Größenwahn Verlag, Frankfurt/M. sowohl zu griechischen als auch japanischen Themen. Veröffentlichungen von Gedichten und Kurzprosa in Anthologien, u.a. im Poesiealbum Neu und im Konkursbuchverlag.
2016/17 übernahm er die Gestaltung und Moderation mehrerer Gesprächsrunden mit anderen Schriftstellern bei der „Karlshorster Abendgesellschaft“. Beim Griechisch-Deutschen Lesefestival ist er seit der 2. Ausgabe dabei; das 4. Festival mit über 50 Künstlern organisierte er in Berlin. Er ist Mitglied des VS Berlin, der Künstlerkolonie Berlin, dem Autorenkreis Plesse sowie der Paul-Ernst-Gesellschaft und der Klaus-Mann-Initiative Berlin.

Hans-Christian Tappe, geboren in Stralsund, wuchs an der Nordsee auf, lebt seit 1967 in Berlin. Studium der Architektur und Malerei. Jahrelange Tätigkeit als Architekt. Illustrationen zu eigenen Texten und für andere Autoren. Künstlerehe mit der Malerin Erika Tappe, zusammen viele Reisen durch Griechenland. Seit 1982 regelmäßig gemeinsame Ausstellungen im In- und Ausland. Seine Illustrationszyklen wurden gezeigt: Galerie Stodieck's, Berlin; Heidehof, Münster; Kulturhistorisches Museum Stralsund. Lyrik und Illustrationen im Berliner Aphaia Verlag: „Stadtsplitter“ Gedichte und Grafik (2008), „Mit gelbem Stift“ Mitlesebuch 138 (2015), Erzählungen in der „Griechischen Einladungs-Reihe“ des Größenwahn Verlags, 2017 und 2018.


Margarete Hoffend
Aschenruf
Gedichte
Gebunden, 12,0 x 21,0 cm, 112 Seiten, 14,90 €
ISBN 978-3-943583-82-3

Zum Buch
Das Buch "Aschenruf" richtet sich gegen das Vergessen der Shoa in Europa und beschreibt lyrisch den gegenwärtigen Antisemitismus, der sich ungehindert im sogenannten „Antizionismus" fortsetzt - und sich am Staat Israel abarbeitet. Aktivisten, die für Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen stehen, machen sich stark für das Entfernen von israelischen Produkten aus den Regalen von Supermärkten in Westeuropa, für den Ausschluss israelischer Künstler und Sportler von internationalen Veranstaltungen. Sie setzen Wissenschaftler und Unternehmer, die beabsichtigen, mit Israel zu kooperieren, unter Druck und scheuen sich nicht, Künstler, die in Israel auftreten wollen, in ein schlechtes Licht zu setzen. Diese sogenannten "antizionistischen" Personen aus dem linken und rechten politischen Spektrum in Deutschland und Europa betreiben mit ihren lautstarken Parolen wie u. a. „Kindermörder Israel" die Dämonisierung und Destabilisierung des einzigen demokratischen Staates im Nahen Osten mit dem Ziel seiner Auflösung an.

Die Autorin wurde in Köln geboren. 1984 entstanden die ersten Gedichte Aschenruf und Für Jakob und seine Schwester, die Erich Fried anerkennend begutachtete. Die meisten Gedichte in diesem Buch folgten einige Jahre später nach einer siebentägigen Gedenkfahrt nach Auschwitz. Einzelne Gedichte wurden publiziert, u. a. in den Periodika von amnesty international. 2017 kamen Gedichte, die den gegenwärtigen Antisemitismus in Europa betreffen, dazu.
Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Berlin.


Sona Van
Libretto für die Wüste
Gedichte
Broschur, 12,0 x 21,0 cm, 172 Seiten, 12,90 €
ISBN 978-3-943583-81-6

Aus dem Vorwort der Autorin 
Jedes Mal, wenn ich unter Anspannung meiner Einbildungskraft zu der durch die Wüste Deir ez-Zor gehende Todeskarawane stoße, wenn es mit Geschicktheit meiner Sinne gelingt, auf meiner Brust die Kälte des allmählich unbeweglich werdenden Körpers des wegen der verstümmelten Brustwarzen vor Hunger jammernden Kleinkindes zu spüren, oder wenn ich auf Kosten meines emotionalen Gedächtnisses mit dem Atemrhythmus der vom Jatagan weglaufenden Jungfrau keuchen kann, bewegt sich meine mit Zorn gefüllte selbstzufriedene Feder schlangenartig durch das gelbe Gedächtnis des Sandes, bis sie auf den ersten Knochen stößt und innehält. In diesem Augenblick lacht ein Skelett mit lautem Geklapper in mir und verhöhnt mich wegen meiner Tapferkeit und jener Vermessenheit, dass ich quasi, oh, siehe, diese tierische Form der unsäglichen menschlichen Erniedrigung und dieses ungeheure Maß des nicht wiederzugebenden Leides bereits wirklich kenne und sogar so gut, dass ich es mir erlauben kann, sie in eine konkrete Form und Zeile umzuwandeln! Und da ich selbst die Berührung dieses Thema mit Fingern eines Opfers, das kein Augenzeuge gewesen ist, für eine Frage des Rechts halte, werfe ich einer beim Vergehen Ertappten gleich mein Gekritzel sofort in den Mülleimer, nachdem ich es vorher in kleine Stücke zerlegt habe. Ich bin sicher, das gleiche Schicksal hätte auch diesen Versuch meiner mit dem Völkermord verbundenen Autobiografie ereilt, wäre erneut meine prätentiöse Einbildungskraft oder geschwätzige Muse der Beansprucher gewesen, und nicht das Schweigen der hundert Jahre lang mit Sand gefüllten Kiefer, nicht das in meinen Ohren täglich zunehmende defekte, synthetische Rauschen des wahren Blutflusses.


Kunst

"Aus Spiegeln beschoß das Licht"
Ein Dialog zwischen Sprache und Bild

Fotografien von Dmitry Vyshemirsky und
Gedichte von Johannes Bobrowski
Gebunden, 21,0 x 29,7 cm, 62 Fotos, 16,90 €
ISBN 978-3-89998-256-5


Kinderbücher

Carola Jürchott
Drachennacht in Barcelona
Broschur, 14,0 x 21,0 cm, 158 Seiten, mit 30 Abbildungen und einem Lied, 12,90 €
ISBN 978-3-943583-52-6

Allein eingeschlossen in einem großen Park, und noch dazu mitten in der Nacht - da kann man es schon mit der Angst zu tun bekommen! Auch Benny ist in diesem Punkt keine Ausnahme, bis ihm ein höchst ungewöhnlicher Gefährte anbietet, ihn durch die Nacht zu begleiten.
Ein bunter Drache, der schon mehr als ein Jahrhundert in Barcelona lebt, fliegt Benny von Ort zu Ort. Er zeigt ihm das Jugendstilviertel Eixample und den Hafen, auf dem Berg Montjuïc begegnen sie einer kleinen Figur, die ihnen von dem großen Maler Picasso erzählt, und auch das Stadion des berühmten Fußballvereins ist eine Stippvisite wert.
Nach und nach wird die Geschichte der Stadt lebendig. Benny erfährt, was es mit den Gänsen in der Kathedrale auf sich hat, und warum sein neuer Freund den Feiertag der Bücher und Rosen nicht besonders mag.
Begleite beide auf ihrem Flug durch die Hauptstadt Kataloniens und lass Dir von einer Gans, einem Ritter, einer Plastik und Dragú, dem Drachen, erzählen, was es In¬teressantes über Barcelona und seine Geschichte zu wissen gibt!
Es ist nicht nur eine Fantasy-Geschichte: Mit diesem Reiseführer bist Du für einen Stadtbummel in der Metropole am Mittelmeer bestens gerüstet!

Rezension zur Autorin (Ein Morgen in Prag mit Kater Karel) aus Skoda Magazin, Nr.3, 2015, S. 12 ...


Russischsprachige Literatur

Belletristik

Ирина Федорова
Моя русско-немецкая Familie
Broschur, 14,0 x 21,0 cm, 248 Seiten, 9 farbige Abbildungen, 14,90 €
ISBN 978-3-943583-58-8

Семь историй о том, какие чудеса приключаются за семьдевять земель, в тридевятом царстве...
Действие происходит в одной живописной деревушке, под названием «Петцоу», расположенной практически в самом сердце Германии.
Действующие лица: родственники, друзья и знакомые, которые и помогли написать эту книгу, сами того не подозревая.
„...Начинались наши будни и праздники на неведомой раннее, новой Родине, на которую мы прилетели с неделю назад, и где все для нас было необычным, чарующим, интересным и немного пугающим. Меня терзали правда кой-какие сомнения. Ну, как же я с моим немецким, «да в колашный ряд-то».
Ну, да нам не привыкать, и не из таких житейских передряг выкручивались, выкрутимся и из этой ситуации...“ А ситуаций, из которых надо было как-то «выкручиваться» жизнь преподносила предостаточно. Иногда я была, после всего, как «выжатый лимон». А что делают с выжатым лимоном? Правильно – лимонад!

Рецепт лимонада:
Ингридиенты: ручка., записная книжка, кресло, немного фантазии, а также приходящая муза (как придет, закрыть все двери на запоры, и не выпускать!) И начинаем записывать все в хронологическом порядке...
Приятного чтения!


Lyrik

Ulrich Grasnick
Fermate der Hoffnung
Hommage an Marc Chagall
Gedichte Deutsch/Russisch
Nachdichtung aus dem Deutschen von Wjatscheslaw Kuprijanow, Irina und York Freitag
Broschur, 12,0 x 21,0 cm, 176 Seiten, 12,90 €
ISBN 978-3-943583-99-1

Wie bei Chagall so auch bei Grasnick fallen Naturbild, Elemente aus der Welt der Musik und die Darstellung menschlicher Beziehungen in eins, loten sich gegenseitig aus, bestätigen einander – nirgends stehen sie im Gegensatz. Visionen von Harmonie? Ulrich Grasnick hat hierfür seine eigene Metapher: Fermate der Hoffnung.
York Freitag

Как у Шагала, так и у Грасника связываются в единое целое картины природы, элементы из мира музыки, изображение человеческих отношений; они проникают в суть друг друга, подтверждают друг друга — нигде нет противоречия. Концепция гармонии? Ульрих Грасник находит собственную метафору: фермата надежды.
Йорк Фрайтаг

Der Autor
Geboren 1938 als Sohn eines Apothekers in Pirna. Studierte Gesang an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber" in Dresden und gehörte zum Ensemble der Komischen Oper Berlin unter Walter Felsenstein. Unter Grasnicks zahlreichen Veröffentlichungen sind jene hervorzuheben, in denen seine enge Beziehung zur bildenden Kunst erkennbar ist: „Liebespaar über der Stadt" (1979) und „Hungrig von Träumen (1990) – beide mit Gedichten zu Bildern von Marc Chagall – sowie „Das entfesselte Auge. Hommage à Picasso“ (1988), „Pastorale“ mit Gedichten zu Gemälden und Holzschnitten von Karl Schmidt-Rottluff und „Fels ohne Eile" mit Gedichten zu Bildern von Stefan Friedemann (2003).
Günter Schwarze vertonte Gedichte zu Marc Chagall von Ulrich Grasnick wie auch sein Gedicht „Das Licht der Steine löscht die Nacht“ anlässlich des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche. In Japan wurde 2011 Günter Schwarzes „Akatonbo – und die Libelle flog“ nach Worten von Ulrich Grasnick uraufgeführt.
Ulrich Grasnick leitet seit 1975 den Berliner Dichterkreis Köpenicker Lyrikseminar/Lesebühne der Kulturen. Seit 2017 lobt er einen von ihm gestifteten Lyrikpreis aus.
Er ist Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller und lebt in Berlin.

Писатель
Ульрих Грасник: Родился в 1938 году в семье фармацевта в Пирне. Закончил Высшую школу музыки «Карл Мария фон Вебер» в Дрездене по классу вокала. Работал в ансамбле Музыкального театра «Комическая опера» в Берлине под управлением Вальтера Фельзенштейна.
Среди многочисленных публикаций выделяются те, в которых узнаваема его тесная связь с изобразительным искусством: «Любящие над городом» (1979) и «От мечтаний голод» (1990), оба цикла стихов к картинам Марка Шагала, а также «Развязанный глаз. Чествование Пикассо» (1988), «Пастораль» со стихами к полотнам и ксилографиям Карла Шмидт-Ротлуфа и «Утёс без спешки» со стихами к картинам Штефана Фридеманна (2003).
Гюнтер Шварце переложил на музыку стихи Ульриха Грасника к картинам Марка Шагала, а также его стихотворение «Свет камней стирает ночь» по случаю восстановления Дрезденской Фрауенкирхе. В Японии в 2011 году впервые было представлено публике «Акатонбо — и стрекозы полетели» Гюнтера Шварце на слова Ульриха Грасника.
Ульрих Грасник руководит с 1975 года берлинским поэтическим кружком «Кёпеникский семинар лирики. Литературная сцена культур». C 2017 года присуждает учрежденную им премию поэзии.


Audio CDs

CD Edition   ANTHEA CLASSICS

miniature
Musik für Saxophon und Klavier
Mit NATALIA STUPHORN (Saxophon) und NAILYA SIGG (Klavier)
41:39 Minuten
Preis: 12,90 €
ISBN 978-3-943583-03-8