Vorankündigungen

Belletristik

Margarete Hoffend
Die fremde Frau
Erzählungen
Broschur, 13,5 cm x 21,5 cm, 324 Seiten
16,90 €, ISBN 978-3-89998-357
 
Zum Buch
Was bringt eine Frau dazu, ihren Mann zu töten, ohne eine Mörderin zu sein ... Was nötigt eine treue Frau, ihren eifersüchtigen Mann zu betrügen ... Was geht einem kleinen Jungen durch den Kopf, als er auf einen alten Mann trifft, der seine Eltern und Geschwister im Holocaust verloren hat ...
Erzählungen handeln von Ängsten und Einsamkeiten der Menschen, ihren Kämpfen, sich in einer rauen Welt behaupten zu müssen, ihren Sehnsüchten, angenommen und geliebt zu werden.
 
Zur Autorin
Margarete Hoffend wurde in Köln geboren und lebt seit 1984 in Berlin. Sie ist als Musikpädagogin und Autorin tätig.
Bücher im ANTHEA VERLAG: Aschenruf / Gedichte (2019), Der betörende Schmerz der Sehnsucht / Roman (2020).


Pavol Rankov
MÜTTER
Der Weg der Wölfin durch den Gulag
Roman
Broschur, 14,8 x 21,0 cm, 334 Seiten, 16,90 €
ISBN 978-3-89998-345-6
 
Zum Buch
Der Gulag ist eines der großen Dramen der Menschheit im 20.Jahrhundert!
Besonders traumatisierend war im Gulag-System der ehemaligen sozialistischen Staaten das Schicksal der Frauen, insbesondere der Mütter und ihrer Kinder. In einer Welt voller Krankheit und Tod durchlebten sie ihre ganz eigene Geschichte der Liebe, Leidenschaft, Mutterschaft und kleinen Alltagsfreuden unter schwierigsten Bedingungen.
In diesem Roman wird das Thema Gulag weniger beschrieben, sondern die Mutterschaft, die Beziehung zwischen Mutter und Kind in Extremsituationen.
Der Roman beginnt in den letzten Monaten am Ende des Zweiten Weltkrieges. In einem kleinen slowakischen Dorf wird eine junge Frau, die schwanger von einem russischen Partisan zurückgelassen wurde zu einem Verhör der sowjetischen Besatzungsmacht gebracht und wegen angeblichen Verrat in ein Lager in die UdSSR unschuldig deportiert. In diesem Lager wird sie ihren Sohn zur Welt bringen - der viele Jahre später 1953, nachdem Tod von Stalin als Sowjetbürger - ein Pioniertuch um den Hals trägt...
Das Buch war in der Slowakei ein Bestseller, über den wochenlang in den Medien berichtet wurde.
 
Zum Autor
Pavol Rankov (Jg. 1964), promovierter Bibliothekswissenschaftler, arbeitet seit 1993 ist an der Philosophischen Fakultät der Comenius Universität Bratislava tätig und lehrt dort als Dozent für Informationswissenschaften.
Er begann seine schriftstellerische Karriere mit den Erzählbänden "S odstupom casu" / Mit zeitlichem Abstand (1995), "My a oni, Oni a my" / Wir und sie, Sie und wir (2001) und "V tesnej blízkosti" / In unmittelbarer Nähe (2004). Mit fantastischer und absurden Texten lotete er darin Situationen aus, für die im menschlichen Leben Gut und Böse nebeneinander existieren.
Mit einem ähnlichen Problem beschäftigte er sich auch in seinem letzten Erzählband "Na druhej strane" / Auf der anderen Seite (2013). In den Romanen "Stalo sa prveho septembra alebo inokedy" / Es geschah am ersten September oder andernmals (2008), "Matky" / Mütter (2011) und "Legenda o jazyku" / Die Legende von der Sprache (2018) widmet er sich den Individuen im gesellschaftlich-historischen Kontext. Den Gegensatz zu diesen Romanen bildet die Dystopie zu Mitteleuropa "Svätý mäsiar" / Der heilige Metzger (2016).
Sein neuester Roman "Miesta, co nie sú na mape", Orte, die nicht in der Karte stehen (2017) spielt in der Slowakei der Gegenwart.
Der Roman "Mütter" wurde bereits ins Russische, Ukrainische, Polnische, Tschechische, Slowenische, Bulgarische und Arabische übersetzt.


Anant Kumar
Berlin-Bombay
oder: Die Karriere eines Lehrers,
dessen Leben als Hochstapler zugrunde ging
Roman
Broschur, 14,8 x 21,0 cm, 324 Seiten, 19,90 €
ISBN 978-3-89998-349-4
Erscheint im Juni 2020

Zum Buch
In seinem ersten Roman erzählt Anant Kumar in mitreißender Manier und auf verschiedenen Zeit- und Bedeutungsebenen von der  Liebe zwischen Dipak Talgeri und Eva Seilmeyer zwischen Deutschland und Indien.
Eine sympathische Darstellung der Kulturen und Gesellschaften in beiden Ländern, die auch selbstkritisch auf beide reflektiert.


Regina Faerber
AM MEER
Alltagsgeschichten aus den Kaiserbädern an der Ostsee
Hardcover, 14,8 x 21,0 cm, ca. 164 Seiten, 19,90 €
ISBN 978-3-89998-355-5
Erscheint im September 2020.

Zum Buch
Wer träumt sich nicht gerne an's Meer?
Einer der schönsten Landstriche der Welt ist die Ostseeküste an der Grenze zu Polen. Links England;geradeaus Schweden - und soweit das Auge sieht: Weite See.
Auf der Insel des Lichts, wie Usedom genannt wird, befinden sich die Kaiserbäder: Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin. Im Sommer halten sich hier über eine halbe Million Touristen auf; im Winter - oder in Krisenzeiten - sind die Seebäder leer. An allen Tagen leben hier in den Orten Einheimische und Zugereiste mit ihren Geschichten. Das Leben ist unvergleichlich und federleicht: Die deutsch-österreichische Autorin und Künstlerin Regina Faerber erzählt Alltagsgeschichten aus den Kaiserbädern am Meer. Ob schlechtgelaunte Touristen, glückliche Paare oder der liebenswerte, altgediente Handwerker am Ort: "Mit den Augen der Liebe verdient alles festgehalten zu werden." Und immer scheint eine Botschaft hindurch, die mehr ist als nur Worte. Bildhaft und in ihrer ganz eigenen Art erzählt die Autorin über Einzelschicksale und Beobachtungen des Alltags an der Küste durch die Jahreszeiten: Meisterhaft und mit einem ganz besonderen Sinn für Details.
Jede einzelne Geschichte hat ihren eigenen Zauber - und eine eigene Botschaft.

Zur Autorin
Regina Faerber, 1960 in Stuttgart geboren, veröffentlichte schon zahlreiche Romane, Theaterstücke, Sach- und Jugendbücher. Ihre Arbeit mit Menschen wurde mehrfach ausgezeichnet und ist in zahlreichen Sprachen übersetzt. Sie lebt seit 2019 glücklich in Bansin.


Sachbuch

Alexander Glück
Der Sankt Marxer Biedermeierfriedhof
Ein magischer Ort von Wien in Texten und Bildern
Gebunden, 21,0 x 21,0, 124 Seiten, 19,90 €
ISBN 978-3-89998-326-5
Erscheint im II. Quartal 2020.

Zum Buch
Der Friedhof Sankt Marx legt auf eindrucksvolle Weise Zeugnis von der Bestattungskultur der Biedermeierzeit ab.
Die Architektur der Gräber zeigt Vielfalt und Verspieltheit. Von Bedeutung ist er durch seine künstlerischen Plastiken an vielen Grabstellen, denn sie bekunden empfindsam die Gefühle der Hinterbliebenen für ihre Verstorbenen.
Wo immer man sich hier befindet, es kann das Grab einer bedeutenden Persönlichkeit sein, vielleicht sogar das von Wolfgang Amadeus Mozart. Die üppig wuchernde Natur und das an vielen Stellen wie verzaubert wirkende Areal machen die Anlage zu einem Ort der Ruhe, an dem man auf eine Reise in die Vergangenheit, aber auch ins eigene Seelenleben gehen kann.
Der Kulturforscher Alexander Glück zeigt den Sankt Marxer Friedhof in pointierten Texten und magischen Photographien so, wie er ist: nicht nur ein Relikt aus vergangener Zeit, sondern auch dem Zeitlauf unterworfen.

Zum Autor
Alexander Glück (Jg. 1969), aufgewachsen in Wiesbaden, studierte Buchwesen, Deutsche Volkskunde und Politikwissenschaft in Mainz. Danach arbeitete er für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Seit 2001 ist er Sachbuchautor mit den Schwerpunkten Stadtgeschichte/Unterwelt, Spendenwesen, Volkskunde, Netzkultur/Soziales. Umfangreiche Veröffentlichungstätigkeit bei vielen Zeitungen und Zeitschriften, u. a. Stern, Neue Zürcher Zeitung, Frankfurter Rundschau, Wiener Zeitung, Börsenblatt, Aus dem Antiquariat, Wiener Journal, Morgen/Kulturberichte u. v. m.
Seit 2006 freier Texter für das Versandhandelsunternehmen Manufactum. 2008/2009 erschienen zwei vielbeachtete kritische Bücher zum Spendenwesen und Fundraising, mit denen die aktuelle Spendendiskussion ausgelöst wurde ("Der Spendenkomplex", "Die verkaufte Verantwortung"). Er lebt mit seiner Familie in Österreich.

BERLIN
Stadt der Erinnerungen

Reiseführer
Herausgegeben von Maria Czaputowicz, Urszula Cyrynger und Joanna Marszałek
Broschur, 12,0 x 21,0 cm, 280 Seiten, m. 42 teilw. farbigen Abbildungen, 14,90 €
ISBN 978-3-943583-66-3
Erscheint im II. Quartal 2020.

Zum Buch
Woran erinnert sich die Stadt Berlin?
Woran kann es sich nicht erinnern?
Was würde es lieber vergessen?
Dieser Stadtführer bietet Antworten zu diesen Fragen. Junge polnische Historiker, Soziologen und Kulturwissenschaftler haben sich mit der kollektiven Erinnerung im Stadtraum Berlins befasst und einen außergewöhnlichen Stadtführer verfasst. Sie führen uns durch Berlin und bringen uns nicht nur die Geschichte, sondern auch die Bedeutung der wichtigsten Gedenkorte Berlins näher.
„Berlin. Stadt der Erinnerung“ beinhaltet 20 Artikel, die nicht nur die bekanntesten, sondern auch die weniger in der öffentlichen Wahrnehmung stehenden Orten den Spuren der beiden totalitären Systeme des 20. Jahrhunderts gewidmet sind. Das Buch erklärt das Phänomen der komplizierten stadtmorphologischen Struktur Berlins, indem es in den Kontext des kollektiven Gedächtnisses und der Geschichtspolitik im heutigen Deutschland dargestellt wird.


Edition Berliner Leben

Hans Hyan
Jesellschaftspiele
Berliner Erlebnisse
Broschur, 12,5 x 19,0 cm, ca. 180 Seiten, 9,90 €
ISBN 978-3-89998-293-0
Erscheint im II. Quartal 2020.

Zum Buch
Man muss kein Kriminalpsychologe sein, um die Berliner zu verstehen, es wäre aber durchaus hilfreich.
Wenn einer zudem über literarische Kraft verfügt, sieht der heutige Leser Berlin als Stadt der kleinen Leute und Halbweltgestalten, der Dienstmädchen und Polizisten plastisch vor sich.
Der Schriftsteller Hans Hyan (1868–1944) hat beides zu bieten: die kriminalistische Expertise und die künstlerische Fähigkeit. Als "Zille der Feder" lässt er das zwielichtige Berlin seiner Zeit aufleben.
Wiederentdeckt und herausgegeben von dem Literaturarchäologen Martin A. Völker.


KRIMIS

Bulgarengold
Ein Lichtenberg-Krimi
Broschur, 12,5 x 19,0 cm
ca. 168 Seiten, 9,90 €
ISBN 978-3-89998-341-8
Erscheint im IV. Quartal 2020.

Tod im Museum
Kunstraub in Berlin-Mitte
Broschur, 12,5 x 19,0 cm
144 Seiten, 9,90 €
ISBN 978-3-89998-340-1
Erscheint im II. Quartal 2021.
Herausgegeben von Maria Czaputowicz, Urszula Cyrynger und Joanna Marszałek


Lyrik

 


Biografien

Nikolaus Markiewitz
Der weite Weg
Leben und Schatten meines Vaters - vom Armeeoffizier zum Priester in den Wirren Zeiten Osteuropas
Gebunden, 18 x 25 cm, ca. 460 Seiten, mit ca. 80 Abbildungen, 29,90 €
ISBN 978-3-89998-270-1
Erscheint im III. Quartal 2020.


edition #tf19

FONTANE - 200 JAHRE

Zum Jubiläumsjahr von Theodor Fontane (1819-1898) werden wir einige Bücher vorbereiten.

Herausgegeben von Martin A. Völker

„In dem Gebiete der poetischen Erzählung verdient Theodor Fontane rühmende Erwähnung, dessen Gedicht Von der schönen Rosamunde (Dessau 1850) in ebenso anmuthiger wie gewandter Form leichte Versguirlanden um die tragische Geschichte schlingt. Das ist ein lustiges poetisches Schlittschuhlaufen auf glatter Eisfläche, nichts Holpriges, freilich auch keine Überfracht an Gedanken.“
Rudolf Gottschall

„Um als Lyriker der Liebe produktiv zu sein, war Theodor Fontane, banal ausgedrückt, zu monogam veranlagt.“
Paul von Szczepanski


Theodor Fontane
Archibald Bell the Cat
Schottische Reisebilder

Broschur, 12,5 x 19,0 cm, ca. 242 Seiten, 7,90 €
ISBN 978-3-89998-274-9
Erscheint im I. Quartal 2020.


Theodor Fontane
Moderne Dämonologie
Broschur, 12,5 x 19,0 cm, ca. 122 Seiten, 7,90 €
ISBN 978-3-89998-276-3
Erscheint im II. Quartal 2020.


Fontane zeigt uns in den vorliegenden Texten zu Freienwalde und Umgebung eine echte, erdige, lebensvoll-dynamische Schönheit, die aus Begegnungen mit Menschen und Natur, aus Farben, Gerüchen und Geschmacksrichtungen zusammengesetzt ist. Ein Heimat-Buch im besten Sinne.
In Ergänzung zu den Fontane-Texten bietet das Buch einen sehr ausführlichen Anhang zur Stadtgeschichte von Freienwalde, eine Auswahlbibliographie und eine Übersicht prominenter Gäste im Kurbad des 19. Jahrhunderts, sowie viele interessante Webseitenhinweise.


Historische Raritäten
EDITION RARA AVIS

hrsg. von Martin A. Völker

Wilhelm Müller
Der Dreizehnte und andere Dichtungen
Herausgegeben von Maria-Verena Leistner.
Mit Scherenschnitten von Elke Sieg.
Broschur, 12,5 x 19,0 cm, ca. 170 Seiten, 12,90 €
ISBN 978-3-89998-334-0
Erscheint im II. Quartal 2020.

Zum Buch
Wilhelm Müller (1794-1827) ist heute kein Unbekannter. Seine Lieder der Griechen oder die Vertonungen der Zyklen
Die schöne Müllerin und Die Winterreise durch Franz Schubert haben ihn unsterblich gemacht. Weit unbekannter und mit
großem Gewinn zu entdecken sind seine Novelle Der Dreizehnte, die an Ludwig Tieck erinnert, sowie die Muscheln von der Insel Rügen.
Eine Lektüre wie ein romantischer Urlaub.


Uwe Hentschel (Hg.)
Zelters Reisebriefe
Broschur, 12,5 x 19,0 cm, ca. 190 Seiten, 9,90 €
ISBN 978-3-89998-339-5
Erscheint im III. Quartal 2020.

„Es geht daraus hervor, daß du niemals liebenswürdiger und mittheilender bist als unterwegs [...].“
[Goethe an Zelter, 9. Januar 1827

Einen ganz eignen Reiz haben [...] deine Reiseberichte und zwar einen doppelten: dem wackern Manne hat sich der Architekt und der Musiker zugesellt, und der Bereich dieser Societät ist gar nicht auszumessen.“
[Goethe an Zelter, 9. Juni 1827]

„Übrigens sind auch die Briefe von Zelter keineswegs nur in ihrer Beziehung auf Goethe merkwürdig und lesenswert, sie sind zum großen Teil an sich selber voll Interesse, voll Gescheitheit, Charakter und einer munteren, oft prächtig frischen Darstellungskraft, namentlich die Briefe von den größeren Reisen.“
[Hermann Hesse: „Briefwechsel zwischen Goethe und Zelter“ (1919), in: H. H.: Gesammelte Werke. Bd. 12, hg. v. Volker Michels, Frankfurt a. M. 1970, S. 187

„Gerade aus der Intensität und Individualität der Wahrnehmung und Darstellung entsteht das Repräsentative der Briefe Zelters. Je eigenständiger der Autor schreibt, je weniger er sich auf literarische Konventionen verläßt, desto natürlicher wirkt, was er schreibt, desto durchlässiger wird es für Anthropologisches, desto kunstvoller in einem bestimmten Sinn erscheinen auch die Briefe.“ 
[Bettina Hey`l: Der Briefwechsel zwischen Goethe und Zelter. Lebenskunst und literarisches Projekt, Tübingen 1996, S. 142f.] 


Edition Lessinghaus

hrsg. von Martin A. Völker

Zur Edition
Wie kein anderer Name steht der Name Lessings in Berlin für eine Kunstaffinität, eine Bildungs- und Humanitätstradition, die über das 18. ins 21. Jahrhundert reicht. Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781) weilte während seines letzten Aufenthalts in Berlin 1765 bis 1767 im Haus Am Königsgraben 10. Es gehörte dem Kupferstecher und Verleger Johann David Schleuen (1711–1771) und befand sich bis zum Abriss am 3. Oktober 1910 in der Nähe des Bahnhofs Alexanderplatz. Anfang 1908 wurde dort das Lessing-Museum eingerichtet, welches wenige Tage nach dem Abriss des Gebäudes im Nicolaihaus in der Brüderstraße 13 wiedereröffnet wurde. Mit dem Lessing-Museum waren auch verbunden die Lessing-Gesellschaft und die berühmte Lessing-Hochschule, die bis zu ihrer Gleichschaltung und Zerschlagung während der NS-Zeit tausende Berliner Hörer verzeichnen konnte.
Der Anthea Verlag unterhält eine Dependance in dem heutigen Lessinghaus, einem mit einer Lessing-Gedenktafel versehenen Nachbau im Nikolaiviertel, Nikolaikirchplatz 7. Dieser Ort ist ebenso geschichtsträchtig: zwischen 1752 und 1755, während seines zweiten Aufenthalts, wohnte Lessing beengt im 2. Stock des alten Fachwerkbaus Nikolaikirchplatz 10, von wo aus er mit seinen Freunden Moses Mendelssohn (1729–1786) und Friedrich Nicolai (1733–1811) verkehrte.
Die Edition Lessinghaus pflegt die Traditionslinien und das Erbe Lessings in Berlin.

Zum Herausgeber der Edition
Martin A. Völker, geboren 1972 in Berlin. Dr. phil., Kulturwissenschaftler und Ästhetiker. Nach langjähriger Lehrstuhlassistenz am Seminar für Ästhetik der Berliner Humboldt-Universität arbeitet er heute als Publizist und Lektor, Dozent und Sciencecoach. Seit 2016 wirkt er als Gastprofessor für Germanistik an der Universität Stettin. Völker schreibt Essays zu vergessenen Autorinnen und Autoren der Literaturgeschichte des 18., 19. und 20. Jahrhunderts, deren Werke er neu herausgibt, daneben Lyrik und Kurzprosa. Er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland, im Internationalen PEN-Club sowie in der europäischen Autorenvereinigung „Die Kogge“ (Hansestadt Minden). Zuletzt erschienen als Editionen mit Völkers Essays: Katarina Botsky: In den Finsternissen (2012); Katarina Botsky: Krähendämmerung (2014); Peter Baum: Im alten Schloß (2015); Gerhard von Amyntor: Eine moderne Abendgesellschaft. Plauderei über Antisemitismus (2016).

 

Band 3
Gotthold Ephraim Lessing
Nathan der Weise
Gebunden, 12,0 x 19,0 cm, ca. 210 Seiten, 3 Illustrationen von Franz Peters, 16,90 €
ISBN 978-3-943583-67-0
Erscheint im II. Quartal 2020.


edition Europa 2go

hrsg. von Martin A. Völker

https://sharingheritage.de/projekte/buchreihe-europa-2go

Zur Edition
Der Anthea Verlag nimmt das von der Europäischen Kommission ausgerufene Europäische Kulturerbejahr 2018 zum Anlass, eine neue Reihe zu beginnen: In der Reihe Europa 2go [sprich: Europa-to-go] werden kürzere Texte zu Ländern und einzelnen Städten Europas sowie schriftstellerische Extrakte zu europäischen Werten und zum geistigen Kulturerbe veröffentlicht. Die Reihe gewährt Einblicke in das europäische Denken, Dichten und Reisen.Eine Vielzahl von Autoren wurden nach vielen Jahrzehnten wiederntdeckt, die ohne Zweifel zur zur literarischen Schatzkammer Europas gehören.

Gemäß des Länderschwerpunkts der Leipziger Buchmesse 2018 behandeln die ersten drei Bände dieser Reihe das Land Rumänien: Im ersten Band wird ein stimmungsvoller Bericht wiedergegeben, der im Jahr 1882 als Bilder aus Rumänien erstmals erschien. Die heute unbekannte Autorin Adelheid Bandau beschreibt die Stadt Bukarest, das bunte Treiben des Jahrmarkts, die religiösen Orte und Feste, die Riten und Untiefen des Alltags. Sie endet mit der feierlichen Königskrönung des rumänischen Herrscherpaares im Mai 1881. Der zweite Band der Reihe enthält Erinnerungen und Essays der rumänischen Königin Elisabeth zu Wied (1843–1916), die unter dem Pseudonym Carmen Sylva vor allem Gedichte, aber auch Prosatexte und Dramatisches schrieb und in ihrer Zeit als bedeutende Schriftstellerin gefeiert wurde. „Von jedem Buche“, bemerkt sie 1907, „behält man meistens einen Satz“, und die vorliegende Zusammenstellung ist eine wahre Schatzkammer solcher Sätze der Lebenskunst, der Weisheit und inneren Einkehr, der schmerzhaften Krisen und der Hoffnung. Der dritte Band der Reihe Europa 2go versammelt Texte des 1889 verstorbenen rumänischen National- und Meisterdichters Mihai Eminescu. In besonderer Ausdeutung begegnet dem Leser die von deutschen Schriftstellern vorgeprägte Romantik: die Blaue Blume, die Naturbegeisterung sowie die enttäuschte Liebe und das Leiden am Leben. Die nihilistische Tendenz bei Eminescu, die das Grundgefühl der Moderne ausmacht, ist immer poetisch-schön.

Alle Bände sind mit einem Nachwort versehen, das die wesentlichen Informationen zu den Autoren, den ausgewählten Texten und ihren Kontexten prägnant wie essayistisch aufbereitet.

Diese Reihe wird mit Autoren aus Ost- und Westeuropa fortgesetzt.


Kunst

 


Russischsprachige Literatur

Belletristik

 

Lyrik

 


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